00:00:00: Kann eine Wutrede ein Mutmach-Impuls sein?
00:00:07: Anders nicht als Nacksch.
00:00:10: Mutmachtgeschichten, die glücklich machen!
00:00:13: Meine Oma hatte sie drauf – diese Lebensweisheiten.
00:00:17: Jedes Mal wenn ich ihre Unterstützung brauchte, kamen Sie aus ihr herausgesprudelt.
00:00:23: Zum Beispiel alles was mit F anfängt verbockt war nicht Füller, Fahrzeuge und Freunde oder Bist du heiratzt, ist alles wieder gut.
00:00:33: Doch dieser Spruch toppt alles anders nicht als nacksch!
00:00:37: Immer wenn ich Sorgen hatte etwas nicht zu schaffen Wenn ich den Kopf in den Sand stecken wollte oder wenn ich das Gefühl hatte es geht nicht weiter und ich fragte sie Kann ich das denn schaffen?
00:00:48: meinte sie immer Anders nicht als Nacksch.
00:00:51: Also na klar warum denn nicht?
00:00:53: Schieß einfach los.
00:00:54: Und genau dieses Anders nicht als Snacksch.
00:00:58: Das möchte ich mit euch teilen, dieses es geht immer weiter!
00:01:03: Mutmachgeschichten die glücklich machen das ist mein neues Motto denn auch bei mir ändert sich was.
00:01:09: also ändern sich auch meine mutmach geschichten bleibt dran und wenn du noch mehr mit mir reden möchtest und vielleicht dich austauschen möchtes dann melde dich unter reno-story.de zu einem kostenlosen Gespräch an.
00:01:22: Ich freue mich auf Dich Anders nicht als Naxch.
00:01:26: Die Mutmachgeschichten, die glücklich machen.
00:01:30: Vor einigen Tagen tauchte ein Video in den sozialen Medien auf Abiturfeier Eine junge Frau steht am Mikrofon, am Pult und hält die Abschlussrede.
00:01:45: Sie ist sichtlich aufgeregt.
00:01:47: sie darf, sie muss, sie soll diese Rede halten Und hunderte Gesichter schauen auf sie.
00:01:56: Sie ist aufgeregt und sie hat etwas zu sagen.
00:02:01: Sie war vielleicht im Abitur-Komitee, und die Aufgabe fiel auf sie diese Rede zu halten.
00:02:08: Doch dann ist irgendetwas schief gelaufen!
00:02:12: Sie hat das Abiturnicht bestanden – und trotzdem hält sie die Rede.
00:02:18: Sie hat sich die Inhalte genau überlegt.
00:02:22: Sie hatte darüber nachgedacht.
00:02:24: Sie hat nicht im Effekt gesprochen, aber sie hat ernste, harte und auch böse Worte gewählt.
00:02:33: Es ist ihr bewusst was sie da sagt.
00:02:37: ob ihr die Konsequenzen klar waren das weiß ich nicht.
00:02:42: Und trotzdem tut sie es.
00:02:44: nachdem sie einige Lehrer positiv erwähnt hat und sich auch bedankt hat holt sie aus zu einer sehr harten Kritik an der Schule und den Lehrern.
00:02:56: Und diese Kritik hat sich gewaschen, doch nicht nur das!
00:03:01: Das ganze Ausmaß des Unverständnisses für das Handeln der Lehre entleht sich in einem letzten Satz – ich zitiere – dieses Wort wirklich ein böses Schimpfwort ist.
00:03:29: Aber alle wissen, was ich meine!
00:03:33: Was muss da passiert sein?
00:03:35: Dass es zu einer derartigen Eskulation kam.
00:03:39: Diese ehemalige Schülerin war voller Wut – das ist schon mal Fakt.
00:03:45: Doch was isst
00:03:46: Wut?!
00:03:48: Wut ist eine impulsive Reaktion auf Kränkungen, Feindlichkeiten und Grenzüberschreitung.
00:03:57: ist auch eine Äußerung der eigenen Werte.
00:04:02: Es ist mit diesen Werten verknüpft und man gerät in Wut, wenn diese Werte nicht eingehalten werden.
00:04:10: Wut setzt damit Energie für wichtige Möglichkeiten zu reagieren frei – es isst also ein Ventil um den Druck loszuwerden, der sich da aufgestaut hat!
00:04:23: Und wenn ich mir die Rede so anhöre Wenn ich jetzt auf diese Rede schaue, dann stehen die Fragen im Raum was wollte?
00:04:34: Was will sie damit bezwecken?
00:04:37: und ich gehe dann davon aus dass nicht nur Sie das wollte oder will sondern dass in diesem Raum noch viel mehr Menschen saßen.
00:04:46: Die wie Sie dachten fühlten und die es gut fanden denn über dreißig Prozent der Schüler des Abiturjagangs sind in diesem Jahr durchgefallen.
00:04:59: Das ist eine eklatante Zahl und sie, Sie hatte den Mut das anzusprechen.
00:05:06: also schon deshalb ist es eine kleine Mutgeschichte.
00:05:12: Sie hatte dem Mut die Emotionen zu zeigen und sie hatte den mut diese Situationen zu formulieren, die sie erlebt hat, die er erleben mussten.
00:05:25: Und ganz ehrlich, wenn ich höre dass es in dieser Schule Menschen gibt die dem Jahrgang diese Durchfallquote gewünscht haben das können ja nur die Lehre sein.
00:05:39: Was für Auseinandersetzung muss es da gegeben haben?
00:05:43: Was für Wiedrigkeiten!
00:05:45: Die beiden Personengruppen die an der Schule zusammenarbeiten sollten standen sich offensichtlich Spinnefeind gegenüber.
00:05:55: Die Lehrer mochten die Schüler nicht und die Schüler mochten sie nicht.
00:06:00: Was ist da schief gelaufen?
00:06:02: Schule, Unterricht – es ist doch ein Prozess zwischen zwei Subjekten!
00:06:07: Lehre unterrichten Schüler und Schüler möchten etwas von Lehrern lernen aber gleichzeitig lernen beide Und das ist auch eine Situation, die man bedenken sollte.
00:06:21: Wenn man erkennt dass in diesem Prozess zwei Subjektes sind Dann bedeutet das doch auch gleichzeitig, dass beide gemessen werden am Ergebnis.
00:06:31: Nicht nur die Schüler werden am Ergebnis gemessen – dreißig Prozent durchgefallen!
00:06:37: Ihr habt nicht gelernt?
00:06:39: Auch die Lehre müssen an diesen Dreißig-Prozent gemessen wird.
00:06:44: Dreißige Prozent
00:06:45: durchgefallen?!
00:06:47: Ihr habt es nicht gepackt den Schülern diesen Stoff zu vermitteln, ihnen die Kompetenzen zu geben… Sie so zu inspirieren, dass sie das gelernt haben.
00:06:59: Das ist ein riesengroßes Fragezeichen für mich und ich habe mir als Lehrerin die über vierzig Jahre an verschiedenen Schulen gearbeitet hat auch so meine Gedanken gemacht.
00:07:11: und da sowohl die Schule als auch die Schülerinnen offiziell bekannt sind hab ich mir einfach mal erlaubt in das Schulprogramm zu schauen und auf die Homepage dieser Schule.
00:07:26: Und das Erste, was mir auffiel – es gab unter aktuellem nur drei Einträge!
00:07:34: Zwei Einträger aus dem Jahr im Jahr-Zweißtausendsechsundzwanzig?
00:07:39: Ein Eintrag war eine sehr interessante Ausstellung.
00:07:43: Und ein weiterer Eintag ging es um das Essen und das Prozedere beim Nachschlag.
00:07:52: Der dritte Eintracht war vom Jahr-zweißdausendzwanziger.
00:07:57: Und man kann auf dieser Schul-Humpage auch die Leitlinien des Unterrichts auslesen.
00:08:05: Das waren fünf eine Zahl!
00:08:08: Erstens Grundsätzliche Verantwortung für die schulische Gemeinschaft übernehmen und die Gesellschaft – das hat die Schülerin gemacht, sie hat Verantwortung übernommen.
00:08:21: Zweitens Gegenseite in Geachtung und eine gute Schulkultur – darüber kann man streiten.
00:08:28: Gegenseite Geachtung bei einem dieser Sätze ist nicht mehr zu spüren und eine Schulkultur scheint es dann auch nicht zu geben.
00:08:37: Aber das ist auf beiden Seiten, eine Sache die man bedenken muss.
00:08:42: Raum für Wissenserwerb und Kreativität.
00:08:46: Die Schülerin war sehr kreativ – und zwar noch in einem Moment, in dem sie das was sie eigentlich erreichen wollte, nicht mehr erreicht hat.
00:08:54: Und sie war mutig!
00:08:57: Das ist schon mal eine Sache, wo ich sage diese Kompetenz hat die Schülerinnen erhalten.
00:09:02: Vierter Punkt Unterricht lebensnah praxisorientiert und ergebnisorientiert gestalten oder prozessorientiert in ergebungsorientiertgestalten.
00:09:12: das kann nicht einschätzen.
00:09:14: da müsste man in den unterricht reinschauen aber dazu hat die schülerin einiges gesagt allerdings es nur eine sehr einseitige meinung.
00:09:22: und fünftens fördern und fordern dass alle an Schule Beteiligten die Qualität des Unterrichts voranbringen.
00:09:32: Das hat mich irgendwie geschockt!
00:09:36: Ist es nicht die Aufgabe, dass Schüler für das Leben vorbereitet werden?
00:09:44: Dass Schüler Kompetenzen erreichen und nicht dass Schüler den Unterrichtskwalität gestalten sollen?
00:09:53: Die Unterrichtspalität ist ein Vehikel mit der man das gestalten kann, was eigentlich als Ziel gedacht ist.
00:09:59: Aber dieses Ziel fehlt hier völlig!
00:10:02: Die Schüler sollen für die Qualität des Unterrichts verantwortlich sein – die Lehrer auch natürlich – aber das ist doch nicht das Ziel.
00:10:09: Wenn die Unterrichtskwalität gut ist, dann lernen die Schüler besser und dann geht es den Lehren besser.
00:10:15: Das hat doch etwas für die Lehre zu tun oder hat etwas mit den Lehrern zu tun?
00:10:20: Wenn gegenseitige Achtung und gegenseite Zusammenarbeit vorhanden sind Dann ist das Lernen und Lehren, da ist das Zusammenarbeiten viel, viel einfacher.
00:10:30: Dieses Reverse Mentoring dieses Lernen voneinander ich lerne von dir du lernst von mir Und dann meine ich Schüler und Lehrer Das ist doch das was heute an Bedeutung gewinnt damit diese Prozesse funktionieren.
00:10:49: und Ich denke Da ist eine ganze Menge schief gelaufen wenn schon in den Leid sitzen eine derartige Formulierung steht und die konkreten Ziele gar nicht enthalten sind.
00:11:02: Und eigentlich hat diese Schule einen wirklich guten Namenspatron, der das selbst gelebt hat.
00:11:12: Robert Stock nachdem diese Schule benannt wurde ist in der Heimatstadt des Mädchens geboren ist aber danach Berlin gegangen und hat im Endeffekt die DTV gegründet.
00:11:26: Er war ein innovativer Erfinder.
00:11:29: Er hat Probleme erkannt, hat aber diese Probleme umgewandelt in Lösungen!
00:11:36: Er hat Blitzspulen gebaut für die neuartigen Telefone weil man sie braucht wenn man telefoniert keinen Schlag bekommt von dem Strom und er hat auch viele andere Dinge entwickelt und er sich immer wieder in neue Situation hineingefuchst so dass er auch in eigentlich unbekannten Gefilden plötzlich innovative Gedanken hatte, die die Gesellschaft und natürlich auch ihn weitergebracht haben.
00:12:05: Er hat davon profitiert aber die Gesellschaft auch.
00:12:08: Und das was er damals gemacht hat ist heute noch sehr interessant und ist auch heute noch bekannt.
00:12:15: genau das, was er mit seinen Mitarbeitern gemacht hat nämlich Die Mitarbeiter motivieren und zwar sehr gut.
00:12:24: Er hat wesentlich besser bezahlt als viele andere Unternehmer in dieser Zeit, um den Jahrhundert.
00:12:31: Und gleichzeitig war er sehr konsequent!
00:12:34: Und diese Mischung aus Motivieren und Konsequenz sein – ich glaube das ist eine Sache über die man auch hier neu und wieder nachdenken darf.
00:12:51: Einfach mal prüft, was die Schülerinnen und Schüler eigentlich wollen.
00:12:59: Dann ist es doch der Wunsch nach Fairness, nach Respekt, nach guter Kommunikation auf beiden Seiten, Nach Veränderungen so dass Schule auch in der nächsten Generation ein besserer Ort wird, auf den man sich vorbereiten kann auf die unbekannten Dinge, die da draußen auf einen warten.
00:13:24: Und wenn ich lese das nach anfänglicher Abwehr sowohl das Ministerium des Bundeslandes als auch das Schulamt eine intensive Analyse durchführen und auch konkret mit der Schule in Kontakt treten und hiernach haben was man besser machen könnte dann denke ich dass vielleicht Und das denke ich mit ganzem Herz.
00:13:50: Aus dieser Wutrede eine Mutmar-Geschichte wird!
00:13:54: Das wünsche ich den Abiturienten, das wünsche Ich den Lehren und das wünsch ich allen da draus.
00:14:00: Ihr könnt wütend sein aber nutzt diese Wut und organisiert daraus etwas Neues.
00:14:07: Nehmt sie Wut als Ventil um mit neuen Ideen mit neuer Energie voranzugehen.
00:14:14: Hier ist Reno die Mutmaren.