MUTmachGeschichten mit Dr. RiNo

MUTmachGeschichten mit Dr. RiNo

Transkript

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00:00:00: Vor genau zwei Jahren habe ich eine super Podcast-Folge gemacht mit Jessica Rumpf.

00:00:07: Ihr könnt euch bestimmt erinnern, es ging um Werte wirkenwunder!

00:00:12: Natürlich bleibe ich mit vielen meiner Interviewgäste in Verbindung.

00:00:16: Es sind so tolle Menschen und so faszinierende Gespräche die ich geführt habe dass Ich erst mir einfach nicht versage immer wieder mal nachzufragen und nachzuhagen wie's ihnen geht.

00:00:28: Und natürlich fragen sie auch mich immer wieder Und vor kurzem muss ich wieder ganz doll an Jessica denken und deshalb habe ich Jessica heute wieder eingeladen.

00:00:40: Anders nicht

00:00:41: als Nacksch!

00:00:42: Mut macht Geschichten, die glücklich machen.

00:00:45: Meine Oma hatte sie drauf – diese Lebensweisheiten.

00:00:50: Jedes Mal wenn ich ihre Unterstützung brauchte kamen Sie aus ihr herausgesprudelt zum Beispiel Alles was mit F anfängt.

00:00:58: verbockt war nicht Füller, Fahrzeuge und Freunde.

00:01:01: Oder bist du heiratzt?

00:01:03: ist alles wieder gut?

00:01:05: Doch diese Spruch toppt alles anders nicht als nacksch!

00:01:10: Immer wenn ich Sorgen hatte etwas nicht zu schaffen Wenn ich den Kopf in den Sand stecken wollte oder wenn ich das Gefühl hatte es geht nicht weiter Und ich fragte sie Kann ich das denn schaffen?

00:01:21: Meinte sie immer Anders nicht als Nacksch?

00:01:24: Also na klar Warum denn nicht?

00:01:26: Schieß einfach los!

00:01:27: Und genau dieses Anders Nicht als Snacksch, das möchte ich mit euch teilen.

00:01:33: Dieses Es geht immer weiter... Mutmachgeschichten die glücklich machen Das ist mein neues Motto Denn auch bei mir ändert sich was.

00:01:41: Also ändern sich auch meine Mutmacht.

00:01:43: Geschichten

00:01:44: Bleibt dran

00:01:45: und wenn du noch mehr mit mir reden möchtest

00:01:47: und vielleicht dich

00:01:48: austauschen möchtes dann melde dich unter www.renominestory.de zu einem kostenlosen

00:01:54: Gespräch

00:01:54: an!

00:01:55: Ich freue mich auf Dich.

00:01:56: und nun anders nicht als Naxch.

00:01:59: Mut macht Geschichten,

00:02:00: die glücklich machen.

00:02:02: Jessica wohnt auf Zypern eine Trauminsel mit fast immer gutem Wetter und angenehmen Temperaturen einer Landschaft, die durch Vielfalt und fantastische Strände geprägt ist.

00:02:15: um sie.

00:02:15: erschreckender war es für mich zu hören dass vor einiger Zeit Drohneinschläge auf einem militärspunkt auf Zypern stattfanden.

00:02:24: Und sofort fiel mir natürlich Jessica wieder ein und ich fragte mich, wie sie wohl geht?

00:02:29: Natürlich habe ich sie angerufen!

00:02:31: Es ist eine beklemmende Aktualität.

00:02:34: Zybern erlebt gerade, wie seine Freiheit als EU-Sicherheitsinsel und Tourismusmagnet durch die Angst von einem übergreifenden Ostkrieg bedroht wird.

00:02:44: Die Präsenz ausländischen Militärstützpunkte macht die Insel unfreiweilig zur Zielscheibe in einem Krieg, der eigentlich hunderte Kilometer entfernt stattfindet.

00:02:54: So sind die offiziellen Verlautbarungen!

00:02:56: Ich habe Jessica sofort kontaktiert und als ein Gespräch über das Erlebte wurde plötzlich viel mehr – eine neue Idee für einen Podcast zwischen Angst und Freiheit.

00:03:12: Hallo und herzlich willkommen, schön dass ich wieder hier sein darf.

00:03:15: Ich freu mich!

00:03:16: Und ihr merkt schon, ich habe eigentlich eine relativ ruhige Stimme und versuche etwas stärker und vielleicht auch Sentimentalität hineinzubringen.

00:03:25: aber Jessica sitzt mir gegenüber natürlich am Computer und sprüht vor Energie.

00:03:31: Jessica

00:03:32: wie geht es dir nach diesen Angriffen?

00:03:36: Also uns insgesamt als Familie und mir persönlich geht das wirklich sehr gut.

00:03:42: Das hängt aber natürlich auch damit zusammen, dass das Wetter jetzt wieder besser wird bei uns.

00:03:46: Weil wir haben ja auch einen Winter!

00:03:47: Du hast es zwar sehr schön und traumhaft angekündigt, aber wir hatten wirklich einen langen kühlen-und feuchten nassen Winter was natürlich für die Natur hier super gut ist.

00:03:58: Aber jetzt kommt die Sonne raus und da kann es einem einfach nur gut gehen.

00:04:02: Und dann muss ich auch leider sagen Da rücken so politische Ereignisse tatsächlich manchmal in den Hintergrund.

00:04:08: Das klingt im ersten Moment sehr gut.

00:04:10: D.h.,

00:04:11: man kann also ohne Probleme wieder nach Zypern in den Urlaub fahren, oder?

00:04:15: Wie sieht das aus?

00:04:17: Auf jeden Fall!

00:04:17: Also ganz klares Go auch wenn ich nicht für den Tourismus hier arbeite aber mein Herz ist ja dort verankert Ich komme ja aus dem Tourismus.

00:04:24: kommt bitte nach Zydpern brecht die Reise nicht ab.

00:04:28: Es gab weder würde ich sagen einen Grund nicht herzukommen Auch wenn das passiert ist was du beschrieben hast noch weitere Gründe nicht herzukommen.

00:04:37: Klar, da gehört meine Einstellung natürlich dazu dass ich sage es kann immer und überall.

00:04:42: irgendwas passieren.

00:04:44: Das ist so ein Denken, was ich ja habe und den Leuten gerne mitgebe, dass ich sage, was ist schon Sicherheit?

00:04:51: Wo findet Sicherheit überhaupt statt?

00:04:52: wie definieren wir das?

00:04:54: Gibt es überhaupt Sicherheit!

00:04:56: Und wir fühlen uns hier absolut sicher.

00:04:59: Wir fühlen nicht unsicher.

00:05:00: Natürlich wenn man solche Nachrichten hört dann ist das ein mulmiges Gefühl.

00:05:04: Ich könnte nicht sagen, dass wir das ignorieren oder dass das hier jemand nicht ernst nimmt.

00:05:08: natürlich wird das sehr ernst genommen sonst wäre das auch glaube ich nicht durch die Medien durch die Presse gegangen und auch die Regierung hier trifft Vorkehrungsmaßnahmen.

00:05:17: Also wo das passiert ist, es ist auch in der Nähe von diesem Stützpunkt evakuiert worden.

00:05:21: also man guckt da schon auf die Bevölkerung aber die waren sofort da, sie waren sofort zu Stelle, die betreuen die Menschen, die sind für die Gäste da

00:05:29: usw.,

00:05:30: wenn davon jetzt mal ein Hotel betroffen sein sollte.

00:05:33: Deswegen kann ich nicht sagen, dass wir uns hier irgendwie unsicher fühlen.

00:05:36: Im Moment kriegt man hier auch nichts mit.

00:05:38: also da ist wirklich es hat sich nicht viel verändert dadurch das wir schon immer Militärstützpunkte erhaben seit die Briten das mal damals eingenommen haben.

00:05:47: dann hat zwar Sybzypern so die Freiheit wiedererlangt aber die Militärtützpunkten sind geblieben.

00:05:52: Wir haben ja auch die UNO hier die eben zwischen dem Norden und im Süden Die Pufferzone hat.

00:05:58: aber das ist alles etwas, was schon seit vielen Jahren existiert.

00:06:01: Das heißt hier hat man sowieso öfter mal auch einen Hubschrauber rumfliegen der einfach so eine Übungsflüge macht.

00:06:07: Das sind dann auch meistens Militärhubschrober ganz oft sind es aber auch die wir haben ja im Sommer sind welche betroffen von brennenden.

00:06:14: Dann ist das Mal ein Lösch Flugzeug, ein Lasch-Hubschrauber.

00:06:17: Also da bitte keine Panik und das Leben hier geht weiter wie vorher.

00:06:22: tatsächlich so'n bisschen die wahrscheinlich die zypriotische Mentalität mit Siga Siga Das heißt so viel wie ja langsam, langsam Und das hat sich natürlich nicht verändert Da wird nicht auf einmal mobil gemacht und alles ist in Panik.

00:06:37: Ich glaube dass hat so ein bisschen was mit der Mentalität der Menschen zu tun.

00:06:40: Die Deutschen sind immer auf Sicherheit

00:06:42: bedacht

00:06:42: und haben Angst vor allem und jeden.

00:06:44: Und die Zyprioten, und ich kenne das ja auch von Spanien.

00:06:47: Die sagen Manjana ist Otridias, also morgen ist auch noch ein Tag.

00:06:51: Also nehmen wir alles nicht ganz so ernst und versuchen erstmal einen Tee und Kaffee oder auch einen Rotwein zu trinken nach dem was da gerade passt.

00:06:58: Und trotzdem Nietzsche sagt da einmal Angst hat eine große Familie.

00:07:03: Hattet ihr Angst?

00:07:07: genau abgespielt habt ihr das gesehen?

00:07:09: habt ihr dass?

00:07:10: irgendwie gemerkt hat sich dann irgendwas steig trotzdem um leben verändert?

00:07:15: ich kann ganz klar die frage erst mal mit nein beantworten.

00:07:17: also angst haben wir nicht und hatten wir auch nicht.

00:07:19: also das Das kann ich so beschreiben.

00:07:21: Es ist eher ein, wie ich eben schon beschrieben hab, mulmiges Gefühl, weil das plötzlich näher kommt.

00:07:26: Man hat Gefühle ... Das ist vor der Haustür in der Nachbarschaft.

00:07:30: Auf diesen konkreten Fall gesehen haben wir da nichts von mitbekommen.

00:07:34: Wir waren nicht betroffen, obwohl es nur eine halbe Stunde entfernt war.

00:07:37: Wir haben auch nichts gesehen oder so außer dass Tage danach mehr im Militärhubschrauber rumgeflogen sind.

00:07:44: Man hatte jetzt auch mal ein paar Schiffe vor der Küste gesehen die hier hergekommen sind, sodass man das mal sieht.

00:07:52: Man nimmt das wahr aber das geht dann in den Alltag über und dadurch dass wir jetzt natürlich schon drei Jahre auf der Insel sind ist das für uns nicht das Erste.

00:07:59: also das hier unten ist ja ich will gar nicht einmal sagen ein heißer Kessel aber nebenan sind nun mal Länder wie Israel der Libanon wo schon immer viel los ist.

00:08:09: vor einigen Monaten hat ja der Iran Israel angegriffen.

00:08:13: das hat man zum Beispiel gesehen von manchen Städten hier auf der erst mal an Himmel sieht, dann sieht das aus wie schöne leuchtende Sterne bis man dann realisiert oder es ist jetzt überhaupt nicht lustig.

00:08:25: Das sind tatsächlich Angriffe, das sind Bomben die da eben runtergehen.

00:08:29: natürlich ist das ein ungutes Gefühl.

00:08:32: ich glaube es hängt natürlich auch mit meiner Persönlichkeitsentwicklung zusammen dass sich mich da nicht von der Angst leiten lasse, dass ich gar nicht das erst zulasse sondern diese Mentalität, Philosophie wie du sie beschrieben hast vielleicht auch aus den südlichen Ländern hier übernommen habe zu sagen aber was kann dem Moment tun.

00:08:49: Ja und wenn ich mir ja bewusst bin, dass die Angst mich nur lähmt das die Angst vielleicht mein Gehirn ausschaltet dann will ich das ja nicht und dann steuere ich natürlich bewusst dagegen dass genau das nicht passiert weil sollte wenn wir mal realistisch sind sollte ein Angriff hier stattfinden, sollten wir irgendwie betroffen sein.

00:09:07: Dann möchte ich ja handlungsfähig sein und möchte nicht von der Angst gelehmt sein.

00:09:12: Und das ist glaube ich der Punkt den ich mir da auf die Fahne schreibe warum mich meine Arbeit mache, die ich mache und auch weil ich hier lebe.

00:09:18: also es ist nicht größer geworden die Angst ist einfach nur ein Teil geworden und dass man sich vielleicht gerade deswegen nochmal intensiv damit auseinandersetzt und schaut was kann ich denn tun?

00:09:28: Also was kann Ich machen damit es mir weiterhin gut geht?

00:09:31: und ich glaube das haben wir getan und es gelingt uns.

00:09:33: Das ist auch ganz gut.

00:09:34: Vielleicht ist es ein anderer Fall, wenn's dann konkreter würde?

00:09:37: Ich hatte hier Bekannte aus Zypern, also die hier leben.

00:09:41: Die waren zu dieser Zeit in Dubai und in Dubai wurde ja alles zugemacht.

00:09:45: Also sie konnten gar nichts mehr dort mal rausgehen, alle Freizeitparks ... Alles was immer da war, war halt zu.

00:09:52: Und man hatte das Gefühl ich kann jetzt nicht weg, keine Flugzeuge sind mehr geflogen und so.

00:09:57: Das war ja hier wirklich nur minimal.

00:10:01: zwei, drei Airlines die dann zum Beispiel den Flughafen Parfos nicht mehr angeflogen sind oder auch zu Thailandaka aber das hat sich ja wirklich in Grenzen gehalten und es war auch wirklich nur wenige Tage.

00:10:10: Und alle, die ich kenne also kann ich nur für mich sprechen, ich kende sehr viele Menschen ob das jetzt in Zyprioten sind oder andere Ex-Pads also eben Menschen die ausgewandert sind denen geht es allen gleich.

00:10:19: Also da war jetzt kaum jemand dabei der wirklich Angst hatte Der gesagt hat warum kommen eigentlich die Touristen jetzt nicht mehr?

00:10:25: Verstehe ich gar nicht.

00:10:27: Du hast gerade ein Wort

00:10:28: benutzt,

00:10:28: das kenne ich überhaupt nicht.

00:10:29: X-Pads was heißt das?

00:10:31: X-Patri jetzt wird es ausgesprochen für eben Auswanderer und man sagt dann so im Umgangssport.

00:10:37: deswegen habe ich noch hinzugefügt die X-pads also die Menschen die ausgewandert sind.

00:10:41: unter uns sagt man dann immer ja die X Pads damit man halt wahrscheinlich nicht die Ausländer sagt

00:10:48: dazu einfällt.

00:10:49: Ich bin ja nun schon etwas älteres Kaliber, ich habe als junge Frau in der DDR gelebt und habe auch immer wieder Situationen gesehen wo ich sagt okay hier ist die Grenze, hier ist DDR zu Ende.

00:11:00: Aber damals war ich im ersten Studienjahr und wir mussten als angehende Lehrer für drei Wochen Praktikum machen, im Ferienlager.

00:11:08: Als Ferienlagabetreuer!

00:11:09: Das war ein Ferienlage der Luftwaffel der deutschen demokratischen Republik und das war in Prora glaube ich.

00:11:15: Und wir sind da mit Militärfliegern von Dresden.

00:11:18: So ganz kleine Dinger, wo so ein Panzer reinpasst.

00:11:21: Sind wir dorthin boxiert worden?

00:11:23: Und das war mein allererster Flug im Leben!

00:11:25: Fand ich ganz cool.

00:11:26: da drinnen sah es so ein bisschen aus wie in einem alten Omibus mit drei Sitz links und rechts in der Mitte in Gang und alles so kaum verkleidet.

00:11:35: aber es war halt ein Flieger und es funktionierte auch.

00:11:38: zurück zu war die politische Situation Polen eskaliert.

00:11:43: Da hatte die Solidarnosch plötzlich angefangen,

00:11:46: massiv

00:11:47: Druck zu machen und da wurde der Luftraumgesperr in der DDR.

00:11:51: ProRa ist ja relativ nahe an Polen so dass da auch es nicht mehr möglich war über dreihundert oder vierhundert Meter hochzufliegen.

00:12:00: Wir sind mit einem Flugzeug

00:12:03: von Prohrer

00:12:04: zurück nach Dresden geflogen und zwar mit den Rädern des Flugzeugs so kurz über dem Baum wipfen.

00:12:10: Ich habe zwar nicht richtig begriffen was politisch los war, aber wir haben alle gekostet!

00:12:15: Das hat so gewackert,

00:12:16: das ging überhaupt

00:12:17: nicht.

00:12:18: Und da

00:12:18: habe ich mir wirklich gesagt okay also da muss schon was passiert sein!

00:12:21: Oder wenn ich in Potsdam auf der einen Seite war noch... Potsdamm auf der anderen Seite war schon so eine Grenzregion oder standen dann Leute mit MP?

00:12:31: Es war schon ein murmis Gefühl aber ich hatte nie so viel Angst Wie gerade jetzt in den letzten Wochen, wo ich gesagt habe, das geht doch überhaupt nicht.

00:12:40: Ich will jetzt keine politische Sendung draus machen aber ich habe so dieses Gefühl dass hier ältermann wird

00:12:45: auch

00:12:46: die Angst zunimmt.

00:12:48: ja

00:12:48: Also würde ich jetzt tatsächlich schon mal ... Ich persönlich würd es bejahen, dass die Angst zunimmt.

00:12:53: Weil sich die Lebensumstände verändern, weil man verschiedene Erfahrungen macht und weil man natürlich auch dann schon mal negative Erfahrungen gemacht hat.

00:13:00: Und oft bleiben uns ja die negativen Erfahrungen mehr als eben die positiven Erfahrung.

00:13:04: Ich glaube das ist bei mir persönlich war's halt, als ich Mama geworden bin.

00:13:07: also ich bin so ein nullängstlicher Mensch gewesen vorher und ich würde auch sagen in Bezug auf das Kind auch hat sich das nicht verändert.

00:13:15: aber zum Beispiel Auto gefahren, gerne und schnell Motorrad gefahren.

00:13:20: Ich bin mit meinem Mann fliegen gegangen der hat ja auch einen Pilotenschein und plötzlich schwangen da so eine Angst mit.

00:13:27: Dann hab ich gedacht, was ist wenn uns etwas passiert?

00:13:30: V.a.,

00:13:31: wenn die Kleine natürlich nicht dabei war.

00:13:33: Das war eher in meinem Kopf ... Da muss ich schon sagen, hab ich dann aber auch wieder aktiv darauf hingearbeitet, dass das weniger wird oder dass mich das eben nicht ummandt.

00:13:42: Weil wie das Zitat ja schon zeigt, es gibt verschiedene Arten und viele Formen von Angst.

00:13:46: Die ist sehr breit, kann sich bei jedem anders zeigen.

00:13:49: Und da würde ich immer den Menschen dazu raten, schau mal hin!

00:13:53: Was ist das für ne Angst?

00:13:54: Wo spürst du das?

00:13:56: Wie genau sieht es aus, welche Form und Farben hat das.

00:13:59: Bei jedem Menschen zeigt sich das ganz anders.

00:14:02: Da gibt es super gute Techniken, wo wir bewusst darauf hinarbeiten können, dass das weniger wird.

00:14:08: Dass uns das eben nicht so übermandelt.

00:14:10: Deswegen würde ich dann auch sagen ... Es muss im Alter!

00:14:14: Umso älter wie alle werden, muss es nicht mehr werden.

00:14:17: Sondern es kann auch gerne weniger werden bei manchen Menschen.

00:14:20: Ich habe schon gute Beispiele gesehen, die das hingekriegt haben.

00:14:24: Da bitte einfach für alle, die jetzt zuhören vielleicht und vielleicht öfter denken.

00:14:28: Das macht mir ein mulmiges Gefühl.

00:14:30: oder da hätte ich Angst oder wie auch immer da einfach mal hinzuschauen und zu gucken okay was ist das denn genau?

00:14:36: Und was kann ich vielleicht

00:14:38: tun?

00:14:38: Auf der anderen Seite ist es bei mir so, dadurch dass ich jetzt in Rente bin und nicht mehr arbeiten bin merke auch wie bestimmte Ängste zum Beispiel eben die Existenzängste was wird mit meinem Job oder was könnte da passieren.

00:14:49: Die sind einfach nicht mehr da!

00:14:50: Und auch die Angst etwas falsch zu machen.

00:14:53: heute habe mich von vielen gelöst.

00:14:55: Wie meine Oma so schön gesagt hat die Klappe fällt von alleine wieder zu.

00:14:57: frag macht tu So was in der Art.

00:15:00: Aber auf der anderen Seite ist es eben so, wenn ich dann dieses Gefühl habe, ohne mächtig etwas zugucken zu müssen, wo ich genau weiß dass das verkehrt ist... Dann übermand mich so eine Situation wo ich sage Kopf in den Sand!

00:15:13: Das soll hier nur werden und dann sagen wir Nö!

00:15:15: Was da ist, kannst du nicht ändern, kannst deine Situation hier vor Ort ändern Du musst dich nicht dauernd damit beschäftigen.

00:15:22: Es wird auch nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird und das merkt man ja immer wieder.

00:15:26: Und je mehr Rauch entsteht, desto weniger Feuer ist dabei.

00:15:30: Ganz genau, gleich noch zu schon mehr!

00:15:32: Du hast schon deine Tochter angesprochen?

00:15:34: Darüber hatten wir beim letzten Mal auch ein bisschen geschwatzt.

00:15:37: bevor ich aber auf das zweite Thema komme was mich sehr interessiert eine Frage Wie seid ihr mit eurer Tochter mit dieser Problematik umgegangen?

00:15:45: habt ihr darüber gesprochen oder hat sie

00:15:47: Fragen gestellt?

00:15:48: Also ja, dann muss ich dazu sagen unsere Tochter ist fünf Jahre alt.

00:15:51: Die wird jetzt im Sommer sechs Jahre alt und dementsprechend konsumiert sie jetzt noch keine Medien.

00:15:57: also darüber hat sich schon mal zum Beispiel nichts mitbekommen und dadurch dass er hier in der Bevölkerung das jetzt kein Thema war Und wir als Eltern da auch keine Panik gemacht haben, hat sie das nicht mitbekommen.

00:16:07: Aber ... Wir haben das als Anlass genommen und als Grund, mit ihr so ein bisschen darüber zu sprechen

00:16:14: z.B.,

00:16:14: wenn der Militärhubschrauber mal hier vorbeifliegt was das denn ist?

00:16:18: Und wir haben ihr auch tatsächlich das Thema Krieg ein bisschen näher gebracht.

00:16:23: Es geht ja bei kleinen Kindern oft darum Wenn Sie sich miteinander streiten Das mögen Sie eigentlich gar nicht gerne Dann ist der andere Mal blöd oder man selber fühlt sich dann irgendwie doof, weil der andere was gemeines zu einem gesagt hat und das ist ja auch eine Form von Krieg.

00:16:38: Also das ist etwas wir mögen uns irgendwie gerade nicht.

00:16:41: oder wir haben eine Thematik ein Problem miteinander Und wie gehen wir damit um?

00:16:44: Da achten wir natürlich schon generell sehr stark drauf und reden auch viel über solche Sachen mit ihr versuchen auch immer in diesem Moment nicht nur Verständnis für unsere Tochter aufzubringen, sondern auch für die gegenüberliegende Seite.

00:16:56: Und immer zu sagen ja wie würdest du dich denn fühlen wenn du das und das vielleicht gemacht hättest?

00:17:01: Ja x y wenn du jetzt vielleicht ihr die Blume weggenommen hattest und so ne?

00:17:06: Was glaubst du, wie sie sich jetzt gefühlt hat also immer dieses Perspektivwechsel bei dem Kind zu erwirken?

00:17:12: und dann haben wir natürlich das eben auf das Globale gesagt okay da erwachsene Menschen können das halt auch haben Die können auch Differenzen miteinander haben und schaffen es vielleicht nicht miteinander zu kommunizieren, weil sie zum Beispiel als Kind nicht gelernt haben.

00:17:26: Miteinander!

00:17:27: Gut zu reden, gut zu kommunizieren.

00:17:30: Vielleicht eine gewisse Haltung gegenüber Menschen auch zu haben und konnten ihr das dann schon näher bringen so dass da jetzt keine Angst oder sowas mitschwangen sondern einfach erstmal ganz sachlich neutral möglichst objektiv sofern wir das denn überhaupt können.

00:17:43: aber das macht was ja natürlich mit Kindern.

00:17:45: also die nehmen das schon mit aber ich finde das nicht gut ist ihr nicht zu zeigen und nicht zu erklären von ihr fernzuhalten weil es ist ja Teil des Lebens habe ich eben schon gesagt, egal wo wir leben.

00:17:56: Selbst wenn wir jetzt noch in Deutschland wären hätte ich das wahrscheinlich gemacht weil wenn es so einen großen Platz doch in unserem Leben einnimmt und viele Menschen davor auch eben vor etwas Angst haben macht es ja Sinn ihr dass gleich zu erläutern, zu erklären und zu zeigen.

00:18:10: Und wie fühlst du dich?

00:18:12: Damit sie dann vielleicht anders damit umgeht, wenn sie eben erwachsen wird.

00:18:17: So gehen wir mit unschönen Themen um und sagen, Sie sind aktuell noch Teil dieser Welt, Teil des Weltgeschehens.

00:18:24: Aber wir können gucken, wie gehen wir damit um ... Was können wir auch tun, um diese Welt zu einem Stückchen besseren Ort zu machen?

00:18:31: Wie gesagt, das alles können wir nicht ändern!

00:18:34: Mit dem ersten Schritt anfangen.

00:18:35: Da hast du mir gerade eine Erinnerung zurückgerufen?

00:18:39: Ich war glaube ich auch fünf oder sechs, ich war im Kindergarten und ich habe den Erzieherinnen zugehört.

00:18:44: Ich war schon immer neugierig und die haben irgendwas erzählt.

00:18:47: aus heutiger Sicht weiß ich dass es um Vietnam ging haben irgendwas erzielt von Müttern die Kinder umbringen.

00:18:54: Und da bin ich nach Hause und ich musste mit meinem Vater, kann ich darüber reden?

00:18:57: Dann habe zu meinem Vater gesagt, ich habe gehört es gibt irgendwo Mütter, die ihre Kinder umbringen.

00:19:02: Wo hast denn du das gehört?

00:19:03: Naja von den Tanten im Kindergarten.

00:19:06: Was ging's da?

00:19:06: Um ein komisches Land sich hauen!

00:19:08: Und dann war für meinen Vater klar, was es ging.

00:19:11: Und dann hat er gesagt, nee das sind keine Müttern, Mörder... Da hat er sich mit mir auch darüber unterhalten, das war also wirklich in diesem Alter.

00:19:18: Wo ich dann das erste Mal begriff dass es irgendwo Dinge gibt die ich mir als Kind nicht vorstellen kann wo ich völlig erschüttert bin oder erschüttern war natürlich, wo ich auch froh war dass mir jemandes erklären konnte und ich habe auch so manchmal das Gefühl die Welt funktioniert im klein wie im großen.

00:19:35: und wenn wir uns im kleinen zusammensetzen können Und sagen können, so jetzt ist es aber genug.

00:19:39: Jetzt hauen wir uns die Körpe nicht mehr ein!

00:19:41: Also jetzt versuchen mal drüber zu reden und das alles klarzuklären.

00:19:44: Das war für mich immer ganz wichtig.

00:19:46: Katastrophen sind doch im Unterricht immer vorgegangen?

00:19:49: Wenn ich gemerkt habe in der klasse Brennz dann konnte ich keinen Unterricht machen.

00:19:52: Dann konnte ich nichts Tagesordnung übergehen.

00:19:55: Dann hab' ich mich mit denen unterhalten und habe gemerkt dass am Ende die Luft raus war.

00:19:59: Dass am Ende der Stress weg war.

00:20:01: Und dass man einen Anfang gefunden hat wieder normal miteinander umzugehen Und genau das wünsche ich mir eigentlich auch.

00:20:08: Es ist für mich nicht verständlich, dass bei uns Menschen in den größeren Gruppen dann immer wieder zu diesen Auseinandersetzungen kommen.

00:20:14: Ich wünsch und hoffe, dass wir alle irgendwie doch friedvoller werden!

00:20:19: Ja, das war auch schon mein Kindheitswunsch.

00:20:21: Das ist immer noch mein Wunsch und da arbeite ich definitiv darauf hin.

00:20:25: Und versuche immer positiv zu bleiben und ein kleines Stückchen weiter die Welt zu einem besseren Ort machen.

00:20:30: Ich glaube anders ist es auch zu groß dann wird man zu sehr übermandt und man weiß gar nicht wo man anfangen soll.

00:20:36: aber ... Wenn wir doch schon jetzt wenigstens bei unseren Kindern oder so anfangen, dann muss ja nicht jeder jetzt wie ich noch in der erwachsenen Bildung rumtunnen.

00:20:44: Da die Hoffnung haben viel bewegen zu können.

00:20:46: aber auch da geht es ja ne?

00:20:48: Ich sehe ja auch bei Erwachsenen Menschen ... Die wollen, da geht ganz viel!

00:20:52: Aber das ist natürlich bei Kindern und Jugendlichen nochmal umso schöner.

00:20:57: Wenn man das Gefühl hat sie haben einen guten Start ins Leben und die haben die richtigen Tools an der Hand, um mit solchen Situation gut umzugehen.

00:21:02: Und da

00:21:02: sind wir schon beim nächsten Thema.

00:21:05: Du hast mir vor zwei Jahren gesagt, dass du eine Schule suchst für deine Tochter und dass du alternative Bildungsmöglichkeiten suchst.

00:21:14: Eben um dein Kind wirklich in diesem freiheitlichen Sinne und dem friedvollen Sinne zu erziehen?

00:21:19: Wie ist es dir ergaben was hast du gefunden und was macht deiner Tochter jetzt ganz konkret?

00:21:24: Ja das ist sehr schön beschrieben!

00:21:26: Also ich glaube Freiheit war tatsächlich ein großer.

00:21:29: Aber auch diese Themen, die wir gerade hatten ... Ich nenne es einfach mal Regelschule in einer klassischen staatlichen Schule.

00:21:36: Die meisten von uns kennen, wie sie durchlaufen haben eben nicht oder wenig durchlauchen.

00:21:40: Also angesprochen werden ja!

00:21:42: Das sind individuelle Sachen, wie du das beschrieben hast und mit deinen Schülern gemacht hast, dass du darauf eingegangen bist.

00:21:47: aber wann gibt es denn den Raum dafür?

00:21:49: Wann kann wirklich auf solche Themen eingegang werden?

00:21:52: Und dementsprechend haben wir natürlich etwas gesucht was vielleicht die Kinder so lässt wie sie es sind und gar nicht versucht, ein System über jemanden drüber zu stülpen.

00:22:03: Und derjenige muss dann so sein.

00:22:04: Der muss aus der Schule so-und-so rausgehen.

00:22:07: Weil das ist ja ein erwachsenes geschaffendes Bild.

00:22:10: Das Bildungssystem wurde ja nicht von Kindern geschaffen.

00:22:12: Ich fand das sehr interessant in meiner Recherche einfach mal Kinder zu hören was ... Wie stellen sich Kinderschule vor?

00:22:18: Wie stellen einen Kindergarten vor?

00:22:20: Was mögen Sie denn gerne?

00:22:22: Wie lernen Sie am liebsten bei?

00:22:24: Kinder haben eine intrinsische Motivation Geburt an zu lernen und täglich, minütlich immer.

00:22:31: Sie lernen ständig!

00:22:32: Und mich hat das sehr bewegt natürlich auch aus der Hirnwissenschaft herauszu verstehen wann hört es auf?

00:22:38: Da kamen wir halt dann doch schnell eben zu unserem klassischen, vielleicht auch veralteten Schulsystemen.

00:22:45: Dass es da oft dann aufhört, dass die Kinder gerne lernen und sie gerne zur Schule gehen.

00:22:51: Natürlich hab ich gar nicht mal so viel gefunden.

00:22:54: Wenn man aber in dem Thema drin ist im persönlichen Kreis, ist das doch viel größer geworden mit der Auswanderung.

00:23:02: Weil hier ist zwar so ... Wir haben eine Schulflicht auf Zypern ähnlich wie in Deutschland, die jetzt nicht unbedingt die Anwesenheitspflicht in einem physischen Gebäude vorsieht sondern es zum Teil auch werden Online-Schulen akzeptiert.

00:23:14: Und dann haben wir natürlich erst mal geguckt, okay sie ist jetzt grade vier geworden damals, geht sie noch in den Kindergarten?

00:23:21: Weil hier ist ja ab fünf tatsächlich schon Schulpflicht.

00:23:24: also die Vorschule beginnt mit ich glaube vier Jahren und acht Monaten.

00:23:27: Wir haben das mit dem Kindergaten übersprungen weil da waren wir gerade ausgewandert und sie musste hier erstmal ankommen.

00:23:32: Wir mussten uns ja auch erst einmal finden neues Land neue Kultur neu Sprache usw.

00:23:37: Dann habe ich eine Online-Schule gefunden auf Englisch auch machen.

00:23:42: Das war uns natürlich auch wichtig, dass es vielleicht jetzt gerade nicht deutsches weil hier wird halt englisch und griechisch gesprochen.

00:23:47: die haben die idee zumindest das eben genauer des kind so wie's ist gutes und dass wir mehr nach den Interessen des Kindes arbeiten und dass sie mit den Eltern zusammenarbeiten.

00:23:57: also es ist ein drei egg und zwar zwischen ich sag mal Lehrer in dem Fall heißt es facilitator dann dem Kind und den Eltern und es ist natürlich sehr stark davon abhängig wie sehr machen die Eltern mit stehen die dahinter Ist das Schulkonzept auch nur was für Eltern, die da Bock drauf haben?

00:24:12: Das kann ich schon mal vorweg sagen.

00:24:14: Wenn man sich damit nicht auseinandersetzen möchte und nicht beschäftigen würde, ist es nichts für einen selber.

00:24:19: Für uns war's aber so, Lernen findet ja jeden Tag statt!

00:24:22: Also wir haben jetzt wieder dieses Denken ... Ich hab das auch verloren in der Schule.

00:24:25: Ich hatte auch kein Bock auf das Ganze.

00:24:27: Wollte aber dass vielleicht meiner Tochter erspart ist.

00:24:30: Dass sie das lernt, worauf sie Lust hat.

00:24:32: Wir haben das ausprobiert.

00:24:34: Wir machen es jetzt schon zwei Jahre und werden auch im Sommer das ganze erst mal stoppen, eine Pause machen.

00:24:41: Also sie wird dann gar nicht eine Schule besuchen, auch nicht mehr online.

00:24:45: Da uns dieses Konzept schon sehr gut gefallen hat ... Ich könnte nicht sagen, dass wir aufhören, weil's uns nicht gefallen hat.

00:24:51: Es war ziemlich cool zu sehen wie Sie lernt auf was Sie Lust hat, was Sie für Interessen hat und wie bereits ein vierjähriges, fünfjähriges Kind Ich sag mal, mit einer Stunde am Tag auch am Computer so viel mitnehmen kann.

00:25:05: Also sei es sprachlich die kann mittlerweile wirklich gut Englisch, die versteht Ich würde sagen, wirklich fast alles auf Englisch.

00:25:12: Und die hat schon so viel gezeigt wo sie einfach Lust drauf hat und die hat soviel gebastelt und die kreiert so viel.

00:25:20: gerade ihre Leidenschaft zu Lego.

00:25:21: das hat sich so entwickelt dass sie schon Dinge zusammen baut die von Lego angegeben ab achtzehn Jahren sind und die hatte keine Probleme mit diese Sachen zusammenzubauen.

00:25:32: Also, die hat da so Lust drauf.

00:25:34: Die macht Lego-Technik... Das ist manchmal noch ein bisschen gefummelt.

00:25:37: Da müssen wir vielleicht das eine oder andere mal helfen?

00:25:39: Das gebe ich ehrlich zu!

00:25:40: Ich möchte sie auch nicht in den Himmel loben, aber ich bin so stolz einfach darauf selber mitzubekommen was sie kann und wo sie Bock drauf hat und wie sie selbst schon für sich entscheiden kann.

00:25:50: Mama heute möchte ich und morgen möchte ich nicht Und das gestehen wir ihr halt zu.

00:25:54: Das ist natürlich in so einem Konzept, wie wir es jetzt leben, halt möglich.

00:25:58: Da kann ich sagen okay wenn du heute keine Lust hast dann musst Du heute nicht zur Schule.

00:26:03: Das ist ein Privileg, dessen bin ich mir bewusst und weiß auch, dass es vielleicht nicht jeder machen kann.

00:26:07: Aber jetzt komme ich zu dem Punkt, warum wir jetzt Pause machen?

00:26:11: Weil wir sehen wollen, wie können wir das noch gestalten?

00:26:14: Was können wir in unserem Familienalltag machen?

00:26:17: Wir haben uns eh schon drauf eingespielt, dass sie immer da ist.

00:26:20: Und wir kriegen das mit unserer Arbeit hin.

00:26:22: D.h.,

00:26:22: wir wechseln uns natürlich ab.

00:26:24: Sie wird auch immer älter und selbstständiger, kann auch mal eine, zwei Stunden für sich alleine was kreieren Und da wollen wir mal schauen, okay.

00:26:33: Was gibt es vielleicht jetzt noch da draußen?

00:26:35: Was gibt's hier auf der Insel, wen finden wir vielleicht?

00:26:38: Verbündete die ein ähnliches Konzept leben.

00:26:40: Wie können wir uns zusammenschließen und schauen dass unsere Kinder das bestmögliche mitbekommen?

00:26:46: Natürlich ist es auch wieder in dem Sinne von uns eine Idee von unseren Erwachsenen.

00:26:50: aber da wir ja nur einen Anfangstrichen den Rahmen geben und den Inhalt völlig frei lassen also nicht im Sinne von du musst dir heute das lernen und heute musst du schreiben Wo können wir es integrieren und wie nehmen Sie das mit?

00:27:05: Und das war für mich interessant zu sehen, wie sie jetzt schon – obwohl sie in Deutschland ja erst im nächsten Jahr mit dann fast sieben in die Schule kommen würde.

00:27:14: Sie kann jetzt schon schreiben!

00:27:16: Sie kann nun schon rechnen also Grundrechenarten wie Plus- und Minus.

00:27:20: Sie hat sogar schon mal ein bisschen Multiplikation gemacht.

00:27:23: Also es fand ich auch faszinierend.

00:27:25: Dann haben wir irgendwie Gartenarbeit gemacht und plötzlich hat meine Freundin gesagt, okay, wir haben jetzt hier fünf Löcher Samenkörner, das hat sie einfach so dahin gesagt.

00:27:35: und Zoe sagte sofort ja das sind dann zehn.

00:27:38: Das kam wie aus der Pistole und das ist dieses wo ich gemerkt habe oh Das findet ja alles im Alltag statt klar.

00:27:44: Wir gucken dann, wenn sie älter wird ... Möchte Sie irgendwann mal den Weg einer Veterinärmedizinerin gehen?

00:27:50: Ja okay!

00:27:51: Dann haben wir das aktuelle System natürlich noch, dass du halt studieren musst.

00:27:54: Da kommst du wahrscheinlich so nicht drumherum bisher.

00:27:56: Dann darf sie auch noch das Abitur machen und darf dann studieren gehen.

00:28:01: Dann weiß sie wofür sie das macht.

00:28:02: Und ein Abiturt kann man auch machen, wenn man keine Schule besucht hat.

00:28:05: Das wissen ja auch viele nicht.

00:28:06: Ja,

00:28:07: ich möchte jetzt mal liebevoll provokant sein!

00:28:09: Ich weiß dass du Gerard Hüter sehr magst und ich finde ihn auch sehr interessant.

00:28:14: Einige Eltern würden wahrscheinlich sagen ihr handelt ja wunschorientiert was eure Tochter betrifft Und Gerhard Hüther das er einen riesengroßen Unterschied macht zwischen Wunsch orientiert dürfen es orientieren.

00:28:26: Wie siehst du das, wie kriegt ihr diesen Spagat

00:28:29: hin?

00:28:30: Also ich bin mir dessen natürlich absolut bewusst gerade weil ich ihn sehr mag und hinterfrage mich dann auch immer selber wieder wo ist da die Grenze?

00:28:38: und das Gute ist wenn man den Fokus darauf hat sieht man die Grenzen und ich sehe sie auch bei anderen Familien.

00:28:44: also ich sehe tatsächlich wo das stattfindet und wo das nicht stattfindets tatsächlich im Alltag.

00:28:50: das Konzept natürlich auch, dass es eben nicht immer nach ihrer Nase geht.

00:28:54: Das klang jetzt erst mal alles so schön!

00:28:57: So nach dem Motto wir machen das alles so wie sie das möchte aber so ist es halt nicht.

00:29:01: also zum Beispiel wir haben gelernt unsere Bedürfnisse auch sehr stark zu kommunizieren und zu sagen zb wir haben jetzt aktuell gerade keine Zeit für dich Wir haben das und das bedürfnis oder Mama braucht jetzt mal Ruhe du musst dich jetzt mal kurz alleine beschäftigen Und das ist ja das wo ich sage Da ist ja dann die Grenze.

00:29:19: Also sie lernt, da sind andere Menschen, die auch Bedürfnisse haben.

00:29:22: oder Mama und Papa geht es heute grad mal nicht gut oder die wollen auch grad was machen, die wollen jetzt grad mal mit mir spielen.

00:29:28: Sie sind nicht immer für mich verfügbar.

00:29:29: ich muss jetzt mich mal alleine kümmern Und das natürlich auch wenn wir rausgehen Wir gehen in ein Restaurant Ich habe das gelernt In einem Restaurant zum Beispiel auch Ich nenne's einfach mal ganz ordentlich zu essen und wir legen dann schon auf Wert drauf dass wir sagen wir sind jetzt hier in einer Gemeinschaft Wir sitzen alle an einem Tisch Hier sitzen noch andere Gäste versuchen, das bestimmte Essen dann auch mit Messer und Gabel zu essen.

00:29:50: Weil wir halt in dieser Kultur leben würden wir natürlich vielleicht irgendwo in Asien sein oder in Afrika wo viel mit den Händen gegessen wird?

00:29:56: Dann wäre es vielleicht wieder anders.

00:29:57: ja aber da versuchen wie ihr schon klarzumachen je nachdem in welchem Kontext wir uns befinden darf sie sich auch mal ihre Bedürfnisse zurückstecken weil das kann ein Kind mit fünf Jahren definitiv dass ist auch mal warten muss das jetzt auch mal ruhig sein darf das ist jetzt vielleicht gerade mal nicht schreien hier rum rennen darf wo ich sage, das ist die Grenze und die wir auch aufzeigen.

00:30:19: Ich hab kein Problem damit zu sagen, dass es eine Grenze oder ein Regel ist.

00:30:24: Für manche ist das aber schon so viel.

00:30:26: Das habe ich erlebt im persönlichen Umfeld, dass manche sagen, ihr seid aber streng.

00:30:32: Wo ich dann schon sage, okay, hab ich jetzt gar nicht gesehen?

00:30:35: Meine Klarheit kam bei anderen als Strenge rüber nur weil ich gesagt hab, jetzt

00:30:41: nicht!

00:30:42: Zu meiner Zeit, als meine Kinder klein waren da ... Gab es ja noch völlig andere Herangehensweisen.

00:30:47: Manches war strenger und es war weniger bedürfnisorientiert, aber mein kleiner Sohn sagte mir irgendwann, weißt du das Beeindruckendste?

00:30:55: Und das Wichtigste für mich war, dass du konsequent warst.

00:30:58: Ganz genau!

00:30:58: Das meine ich damit.

00:30:59: Der

00:31:00: Kerl ist jetzt schon um drei hessig und dann sagt er mir ok komm nicht alles schlecht

00:31:03: gemacht Weil das sag ich meiner Mama auch.

00:31:06: Das war gut!

00:31:07: Man merkt auch wirklich sehr stark bei den Kindern, wenn man sie dann beobachtet und das sagt ja auch Geralt Hüter, beobachtet sie, dass sie dadurch Sicherheit bekommen.

00:31:14: Sie bekommen definitiv da durch Sicherheit.

00:31:18: Und das ist enorm wichtig für Kinder, dass die eben nicht höhe und hot und heute so und morgen das und ich darf jetzt alles, sondern diese Klarheit und diese Grenzen dem Kind Sicherheit geben.

00:31:27: Wenn ich das sehe habe ich überhaupt kein schlechtes Gewissen dabei.

00:31:30: Es ist für mich dieses Bild von einer reiten Autobahn mit mehreren Spuren

00:31:34: Aber

00:31:34: ganz weit links und ganz weit rechts gibt es Begrenzungen.

00:31:37: Und da kann man nicht drüber fahren, da sollte man nicht rüberfahren.

00:31:40: Wenn man drüber fährt, dann kriegt man das mit, dann knallt's, dann tut's weh!

00:31:43: Genau das ist die Situation, die auch jedes Kind braucht.

00:31:47: Man hat glaube ich festgestellt dass Kinder, die unwahrscheinlich starke Regeln haben bzw.

00:31:52: die relativ lieblos aufwachsen am Ende als erwachsene Person fast die gleichen Probleme haben wie die Kinder die keine Regeln bekommen haben.

00:32:00: Es ist auch immer wieder Persönlichkeitsschädigend.

00:32:03: Es wirft Probleme auf, die das Kind als Erwachsener als Raumer mit sich rum

00:32:08: schlüpfen.

00:32:08: Genau, was mir gerade noch eingefallen ist für die jetzt zugehört haben.

00:32:11: Die nochmal sagen auch Online-Schule wie kann ich mir das vorstellen?

00:32:14: Also da auch nochmal nur ums einzuordnen Das ist ja schon eine Gemeinschaft.

00:32:17: also selbst wenn das jetzt weniger Kinder sind sagen wir mal in unserem Fall sind es glaube ich maximal sieben oder acht pro Gruppe.

00:32:23: die machen ja auch gemeinsame Dinge so und wenn sich natürlich dazu kummitten und sagen Ich mache jetzt etwas gemeinsam Wir wollen in der anderen Klasse was vorstellen kleines Theater machen dann muss Sie ja auch mitmachen.

00:32:32: Es ist ja Teil der Gruppe.

00:32:34: dass wird dann auch schon So forciert dass man als Eltern sagt aber guck mal du hast dich doch jetzt freiwillig dazu entschieden, damit zu machen.

00:32:41: Du bist in diesem Kontext des Theaters mit drin und dann musst du heute auch in dem Sinne performen!

00:32:46: Natürlich wird sie nicht gezwungen aber sie versteht dann schon ah ich habe mich jetzt dazu entschieden ich muss das machen.

00:32:52: Das heißt, es gibt auch Präsenzveranstaltungen?

00:32:54: Wenn man jetzt an Theater denkt oder ist das auch online?

00:32:57: Das ist dann tatsächlich auch online.

00:32:59: aber nichtsdestotrotem wir sitzen ja alle irgendwo in Europa und wenn die Kinder älter werden gibt es tatsächlich auch Präsensveranstaltung.

00:33:07: also es gibt dann sowas wie zweimal im jahre eine gemeinsame Klassenfahrt wo sich alle treffen wo man die Menschen dann eben auch anfassen kann.

00:33:13: und wenn man halt möchte wir haben zum Beispiel einer Schülerin hier auf Zypern dann trifft man sich mit der Familie man tauscht sich aus zusammen vom Computerschule gemacht, zusammen was gebacken.

00:33:23: Weil wir eine Familie direkt in der Nachbarschaft haben.

00:33:26: Dann haben wir uns morgens getroffen von den Laptop aufgestellt und in der Küche.

00:33:31: Das liegt dann auch in Eltern?

00:33:33: Kann man da ein Fluss draufnehmen?

00:33:34: Möchte man das ... Wie gestalte ich's?

00:33:36: Es ist seltsam an der Energie, dass wenn man eine bestimmte Energiefrequenz aufweist, man immer mehr ähnliche Energien in seinen Umfeld findet.

00:33:45: Und dann ist man plötzlich ganz nah beieinander, obwohl man das gefühlt hat am Anfang der Einzige.

00:33:50: So etwas im

00:33:51: Kopf hat.

00:33:52: Das ist auch das, was ich immer sage mit dem Werteleben und wenn du nach außen gehst dann hast ja die gewisse Energie und dann kommen gleichgesinnte Menschen zu dir.

00:33:58: Der Verstand sagt

00:33:59: unmöglich

00:34:00: Die Angst sagt es ist riskant Sinnlos sagt der Zweifel Und das Herz flüstert macht's Ihr seid jetzt vor drei Jahren ausgewandert.

00:34:08: Wie sieht euer Traum heute aus?

00:34:10: Würdet ihr es wieder tun?

00:34:12: Würden wir sie wieder tun?

00:34:13: auf jeden Fall

00:34:15: Ich glaube,

00:34:15: wenn man es einmal gemacht hat.

00:34:16: Da macht man's immer wieder und das beantwortet auch die Frage für die Zukunft.

00:34:19: also wir würden sie auch wieder machen.

00:34:20: Also wir überlegen schon welche Länder sind vielleicht noch interessant?

00:34:24: Wo könnten wir mal hingehen?

00:34:26: was könnten wir Mal noch sehen?

00:34:28: Was möchten wir vielleicht unserer Tochter noch zeigen?

00:34:30: weil ist natürlich ein ganz großer Vorteil Wenn man verschiedene Kulturen mal erlebt und das kenne ich ja aus meiner Reisezeit auch.

00:34:37: ich war viel unterwegs ich habe ja auch mein Mann in Südamerika gelebt eine längere Zeit.

00:34:41: Das hat mir tatsächlich den Horizont der Das hat mir auch irgendwie die Welt so ein bisschen erklärt und das Verständnis für Menschen gezeigt zu sehen, dass wir auf einer Seite natürlich irgendwo alle gleich sind.

00:34:53: Und ähnlich ticken!

00:34:54: aber doch auch wieder ganz unterschiedlich sind, weil wir halt kulturell geprägt sind oder in der Gemeinschaft wo wir sind.

00:34:59: Und dass wir es schaffen können durch dieses immer bewegen und im Bewegungssein uns anzupassen, uns verändern zu können.

00:35:05: Das waren natürlich wichtige Fähigkeiten für mich die ich gerne weitergeben möchte.

00:35:09: deswegen glaube schon das unser Wunsch ist weiterhin die Welt zu bereisen oder später noch mal einem anderen Ort zu leben.

00:35:15: Grundsätzlich fühlen wir uns superwohl hier auf Zypern.

00:35:18: Es ist so ein tägliches neue Verlieben in die Insel.

00:35:23: gesagt, umso mehr man hier durch die Natur läuft und so mehr Schönheit entdeckt man und fühlt sich auch einfach wohl.

00:35:29: Also es darf beides da sein.

00:35:30: Es darf einfach dieses Angekommen sein und hier sein, gerne hier sein und eigentlich gar nicht weg wollen aber innen drinnen auch irgendwo mal wieder so ... Da könnte man doch auch mal hin und wie wär's denn nochmal ein anderes Land anzugucken.

00:35:43: Aber grundsätzlich bleiben wir hier und der Traum ist gerade erfüllt Und das ist keine Lehre da.

00:35:49: Das ist das was wir wollten.

00:35:50: Wir fühlen uns wohl und irgendwie haben ja eh so viele Ideen und sind täglich irgendwas am Tuner machen dass wir einfach nur Spaß So würde ich das einfach mal sagen.

00:35:59: Freude an dem, was wir tun und alles darf

00:36:02: kommen!

00:36:02: So ein ähnliches Gefühl hatte ich auch obwohl wir glaube ich nur eine reiche Woche auf Zypern waren.

00:36:06: dieses

00:36:07: fast Ankommen

00:36:08: irgendwie dieses sich heimisch fühlen Und vielleicht als Tipp für dich so ein ähnlichem Gefühl hatte Ich im letzten Jahr.

00:36:14: da war ich vier Wochen in China und zwar wirklich auf einer Individualreise nicht mit der Reisegruppe und ich habe dort Menschen kennengelernt.

00:36:21: ich hab dort Städte kennen gelernt faszinierende Situationen erfahren und schreibe jetzt doch gerade ein Buch darüber, weil das was wir über China offiziell wissen ist nicht das was China ausmacht.

00:36:33: Und auch da hatte ich das Gefühl Ich habe mich noch nie in meinem Leben in den letzten Jahren so sicher gefühlt wie dort!

00:36:40: Das war in der größten Stadt der Welt die ich als Geografielehrerin nicht kannte.

00:36:44: Das war in Chongqing mit zweiunddreißel Millionen Einwohnern und einer Fläche so groß wie Österreich.

00:36:50: Man weiß nicht wo sie anfängt, man weiß nicht, wo sie aufhört... Und man hat trotzdem das Gefühl, sie kann ein Zuhause sein!

00:36:55: Und das ist schon faszinierend, diese andere Welt und trotzdem in dieser Welt das Gefühl zu besitzen, die geht es gut.

00:37:02: Ich wünsche dir und deiner Familie natürlich alles, alles Gute.

00:37:05: Danke mich ganz herzlich für dieses faszinierende, tolle und auch sehr ehrliche Gespräch!

00:37:11: Und möchte gerne enden mit den Worten von Charlie Chaplin bevor du dich noch verabschieden kannst.

00:37:16: der sagte nämlich setze Dich Deiner tiefsten Angst aus danach hat die Angst keine Macht mehr über Dich.

00:37:22: Sehr schönes Zitat.

00:37:24: Ja vielen, vielen Dank für die Einladung.

00:37:26: ich finde das immer wieder großartig mit dir darüber zu sprechen, mit anderen Menschen da drüber zu sprechen und hoffe einfach dass immer so ein kleiner Inspirationsfunke überspringt.

00:37:35: Ich sage mal wenn man nur eine Sache mitnimmt und die vielleicht bei sich mal integriert dann haben wir doch schon total viel erreicht und ich glaube das ist ja auch der Sendinens Podcast warum ich auch so gerne hier bin oder den auch gerne höre auch mit anderen Gästen nicht.

00:37:47: Max würde es sehr gerne und vielen vielen Dank und einen wunderschönen Tag euch!

00:37:56: Hier ist Rena, die Mutmarin.

Über diesen Podcast

75% aller Eltern sind der Meinung, sie haben zu wenig Zeit für ihre Kinder und sorgen sich täglich, dass sie die kleinen und großen Veränderungen und Erfolge ihrer Kinder verpassen.

In diesem Podcast erhalten Sie als Eltern konkrete Tipps und Hilfestellungen von hochkarätigen Gästen und aus meiner 40-jährigen Erfahrung als Mutmacherin, Lehrerin und Mutter, wie Sie Versagensängste in Ihrer Erziehung überwinden und den Spagat zwischen Familie, Schule und Beruf so einfach wie nie zuvor meistern.

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Herzlichst
Ihr Ria Nolte - Dr. RiNo Mutmacherin

von und mit Dr. Ria Nolte

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