MUTmachGeschichten mit Dr. RiNo

MUTmachGeschichten mit Dr. RiNo

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00:00:01: Oh, warum immer?

00:00:04: ich hab' ich ein Pech?

00:00:08: Eine Tüte Mitleid gefällig?

00:00:10: Nö.

00:00:11: Brauch' ich nicht!

00:00:12: Anders Nicht als Nagsch.

00:00:15: Mut macht Geschichten die glücklich machen.

00:00:18: Meine Oma hatte sie drauf Diese Lebensweisheiten.

00:00:23: Jedes Mal wenn Ich ihre Unterstützung brauchte Kamen Sie aus ihr herausgesprudelt.

00:00:28: zum Beispiel Alles was mit F anfängt, verborgt man nicht.

00:00:31: Füller, Fahrzeuge und Freunde!

00:00:34: Oder bist du heiratzt ist alles wieder gut?

00:00:38: Doch diese Spruch toppt alles anders nicht als nacksch.

00:00:43: Immer wenn ich Sorgen hatte etwas nicht zu schaffen Wenn ich den Kopf in den Sand stecken wollte oder wenn ich das Gefühl hatte es geht nicht weiter Und ich fragte sie Kann ich das denn schaffen?

00:00:54: Meinte sie immer Anders nicht als Nacksch.

00:00:57: Also na klar warum denn nicht?

00:00:59: Schieß einfach los!

00:01:00: Und genau dieses anders nicht als Snacksch, das möchte ich mit euch teilen.

00:01:05: Dieses es geht immer weiter... Mutmachgeschichten die glücklich machen Das ist mein neues Motto Denn auch bei mir ändert sich was also ändern sich auch meine mutmach.

00:01:16: geschichten bleibt dran und wenn du noch mehr mit mir reden möchtest und vielleicht

00:01:21: dich

00:01:21: austauschen möchtes dann melde dich unter renominestory.de zu einem kostenlosen Gespräch an.

00:01:28: Ich freue mich auf dich.

00:01:29: Und nun, anders nicht als Naxch,

00:01:32: Mutmachgeschichten

00:01:33: die glücklich machen!

00:01:35: Es gibt immer wieder im Leben Situationen Probleme Herausforderungen.

00:01:41: Da möchte man einfach nur sagen oh ne nicht schon wieder Kann es nicht mal gut laufen kann das nicht mal an mir vorbei gehen?

00:01:51: und dann gibt es Situationen Schicksalsmomente in denen sich alles ändert.

00:01:58: Wie kann, wie soll und wie darf man damit umgehen?

00:02:02: Das ist eine faszinierende Frage.

00:02:05: Meine Zuhörer wissen dass ich diese Fragen auch schon einige Male selber beantworten durfte aber heute habe ich jemandem am Mikrofon mit dem möchte ich mich ganz intensiv darüber unterhalten denn er hat etwas erlebt wo glaube ich die meisten Menschen den Kopf in den Sand stecken.

00:02:26: eher Hat es nicht getan.

00:02:28: Ich begrüße ganz herzlich Heiko Neumann, einen wunderschönen guten Tag!

00:02:34: Ja hallo Lieberier, ganz herzlichen Dank für die Einladung zu deinem Podcast und ich freue mich natürlich riesig heute hier bei dir zu sein und möchte direkt aufnehmen wer den Kopf in den Sand steckt der muss befürchten dass er hinterher mit dem Zieden knirscht das war für mich eigentlich nie eine Option

00:02:53: Oder schlecht hört, weil er den Sand in den Ohren hat.

00:02:57: Ganz genau!

00:02:59: Liebe Heiko du sagst von dir Du bist humorvoll, optimist und motiviert.

00:03:05: Gleichzeitig solltest du ein Mensch gewesen sein der Wut Verzweiflung und Stress in anderen Menschen hervorgerufen und erzeugt hat.

00:03:15: Das klingt spannend.

00:03:16: Erzähl mal meinen Zuhörer was es damit auf sich

00:03:19: hat.

00:03:20: Ja, Liberia das kann ich dir natürlich auch beantworten.

00:03:23: Das klingt sehr ungewöhnlich aber... Wenn man sich vorstellt, dass ich früher mit sehr viel Erfolg in Wohnungen eingebrochen bin.

00:03:32: Oftmals auch Firmen von Einzelunternehmen bis hin zu GmbH oft genug um mehrere Zehntausend Euro erleichtert habe.

00:03:38: Kannst du dir sicherlich vorstellen das?

00:03:40: Dass die Leute eher wütend gemacht hat Verzweiflung hervorgerufen und mit Unterleider auch viel trenen.

00:03:46: aber es war mein Job und zwar als Leiter mehrer Vollstreckung.

00:03:50: stellen uns zum Schluss als langjähriger Betrübsprüfer in der Finanzverwaltung.

00:03:55: Bisher

00:03:56: klang es als wärst du im Dieb, aber jetzt wird's klar.

00:03:58: Du warst in der Finanzverwaltung beziehungsweise eben im Finanzamt tätig?

00:04:03: Ganz genau!

00:04:04: Gerade dieser Job ist ja auch ein, sag mal einen Job wo man genau weiß wenn man da hingeht und man findet etwas dass man den Menschen eigentlich eine ganze Menge zu stören.

00:04:13: das ist sehr viel negative Energie.

00:04:15: wie bist du mit dieser negativen Energie umgegangen und was hat das mit dir gemacht?

00:04:19: Es ist ja grundsätzlich so.

00:04:21: Man sagt immer, man schaltet wenn man spätestens zu Hause ist nennt man nicht aus dem Dienst mit.

00:04:27: ich muss sagen habe ich mir auch immer eingeredet war aber tatsächlich nicht der Fall.

00:04:31: Ich bin in meinem Job natürlich auch beschimpft bespuckt und einmal sogar mit einer Waffe bedroht worden.

00:04:37: Das lässt man dann nicht einfach im Amt zurück Und ich hab es tatsächlich mit nachhause genommen und brauchte dann andere Möglichkeiten solche Erlebnisse zu kompensieren.

00:04:45: In der Regel macht man das vielleicht durch Sport, durch Joggen wie auch immer.

00:04:50: Nur statt Sport habe ich Schokolade gewählt, Süßigkeiten und habe die wirklich teilweise bis zum Exzess in mich hinein schnappoliert wenn ich mal so sagen darf, sodass ich dann... Es war im Jahr zwei Tausend Siebzehn.

00:05:03: Ich bin gerade fünfzig geworden da hatte ich schon einen Gewicht von von hundert und dreißig Kilogramm genau.

00:05:10: also ich hatte Adipositas Diabetes Typ II durch diese falsche Kompensation, die ich dann zu Hause betriebe.

00:05:17: Einfach um schlechte Erlebnisse quasi wieder, die glückliche Gefühle

00:05:20: umzumünzen.".

00:05:21: Und was ist denn gesundheitlich passiert?

00:05:24: Naja wie gesagt, durch Diabetes Typ II Adipositas hatte ich auch mit Sicherheit irgendwo mit dem Herz langsam Problematiken bekommen und oftmals ist es so dass sich dann gegebenenfalls ein Trombos einen Blutgerinsel bildet gewandert.

00:05:43: Ich habe tatsächlich ein Blutgerinsel bekommen und das ist erst aufgefallen, als ich mit meinem Sohn zum Einkaufen gefahren

00:05:51: bin.".

00:05:51: Das heißt ganz offen gesprochen hattest du mitten im Leben plötzlich einen Schlaganfall?

00:05:59: Ganz genau, mitten während ich im Supermarkt einkaufen war mit meinem Sohn zusammen.

00:06:04: War ich in einer Kühlabteilung das weiß ich noch ganz genau wollte einen Joghurtbecher nehmen und wollte dem mit meiner linken Hand in den Einkaufswagen packen.

00:06:12: nur der Joghard Becher war nicht mehr haltbar.

00:06:15: Genauer gesagt er war für mich nicht mal haltbar denn in diesem Moment begann schon die Lebungen und Ich habe keine Schmerzen gespürt.

00:06:22: man denkt ja immer an Schlaganfall dass muss ja ihre Schmerz haben.

00:06:26: nein hat es absolut nicht.

00:06:27: Dieses Gehirn ist schon so ein fantastisches Organ, das geht relativ langsam zugrunde in Würde.

00:06:35: Du merkst es quasi gar nicht!

00:06:37: Das sind Kleinigkeiten an denen du das merkst und die kann ich dir natürlich auch gerne mal sagen weil das Bedürfte auch sehr interessant werden.

00:06:45: Weil wie erkennt man denn einen Schlaganfall?

00:06:47: Mein Sohn hat sofort gemerkt dass bei mir irgendetwas nicht stimmte.

00:06:51: Ich selber überhaupt nicht.

00:06:52: Ich ging sogar noch ungefähr zehn fünfzehn Meter weiter bis sich dann zusammenbrach.

00:06:57: aber mein Sohn erkannte die Symptome.

00:07:00: Meine linke Hand war nicht mehr in der Lage, beispielsweise diesen Joghurtbecher zu halten.

00:07:04: Die hing an der Seite schlafen bei mir herunter.

00:07:07: ich sprach nur noch verwaschen.

00:07:10: man konnte mich kaum richtig verstehen und ich bewegte mich wie ein Zombie wie by walking dead.

00:07:16: so bewegt ich mich dann vorwärts um.

00:07:18: meinen Sohn sprach immer und sagte Papa was ist mit dir?

00:07:21: Und ich wusste gar nicht, was er meinte.

00:07:24: Bis ich dann tatsächlich zusammengebrochen

00:07:26: bin.".

00:07:26: Das klingt so ein bisschen wie der Sturtebecker-Effekt.

00:07:29: Kennst du den?

00:07:30: Sturtenbecker war ein Pirat in der Ostsee und als er geköpft werden sollte hat er den Hanseläuten das Versprechen abgenommen.

00:07:40: Wenn er geküpfet noch an seinen Leuten vorbeigehen kann, sind alle die Leute, an denen er vorbei gegangen hat frei.

00:07:47: Und er hat es geschafft, dass er geköpft an elf Menschen vorbeigeht.

00:07:50: So ähnlich klingt das so nach dem Motto Es funktioniert zwar nichts mehr aber ich bin immer noch dabei Ich kämpfe bis zum Schluss ist zwar sagen wir so ich bin jetzt etwas humorvoll und wir haben uns da auch schon drüber unterhalten Wir beide sind so ein bisschen zerkastisch unterwegs Aber ich glaube das ist doch eine der interessantesten Mittel sowas zu überstehen.

00:08:08: Was ist denn dann wirklich alles ausgefallen bei dir?

00:08:11: Das heißt was ging danach?

00:08:13: nicht mehr?

00:08:14: Ja und genau das ist eigentlich was ich deinen Hörer gerne mitgeben möchte.

00:08:17: Und zwar, wie erkennt man einen Schlaganfall?

00:08:21: Es gibt diesen Befast!

00:08:23: Also das englische Wort sei schnell.

00:08:25: Das kann man sehr gut als Akronym nehmen und zwar, dass erste was einem auffällt ist es fehlt die Ballons.

00:08:31: Dass B die Balance?

00:08:33: Das bedeutet du bewegst dich wenn Du Dich noch bewegst dann relativ unsicher.

00:08:38: also man merkt da stimmt etwas nicht du schwankst wie ein besoffener.

00:08:42: das ist das wie gesagt das b. Dann kommt das E von B fast!

00:08:47: Das e bedeutet das Auge the eye Weil du kannst dann auch schlecht sehen.

00:08:52: Bei mir beispielsweise der Joghurtbecher fiel direkt auf den Fußboden vor meinen Füßen, ich sah ihn aber nicht weil ich mit meiner linken Seite gar nichts mehr wahrgenommen habe.

00:09:02: also ich konnte nur noch grob motorisch irgendetwas sehen wusste doch gerade wie ich gerade ausgehen kann.

00:09:09: und das führte da zu diesem unsicheren Gang.

00:09:12: Und dann von B fasst dass F ist natürlich was meinem Sohn auch viel Dass meine linke Gesichtshälfte herunter hing Also Face das Gesicht hing.

00:09:21: und dann, dass A von B fasst die Arme.

00:09:25: Ich konnte gar nicht mehr gleichzeitig die Armee heben und mein linker Arm der Hing total schlaff an der Seite herunter.

00:09:32: und dann das S Speech Die Sprache.

00:09:36: auch Mein Sohn hatte sich gewundert wieso ich auf einmal so komisch gesprochen hatte aber er kannte diese ganzen Symptome natürlich auch nicht.

00:09:43: Er wusste nur mit Papa stimmt etwas nicht.

00:09:45: Und Dann Kommen wir auch direkt zu T von B-Fast oder B-fast.

00:09:51: Das bedeutet nichts anderes als Time, denn jede Minute die du nicht versorgt bist wenn ein Schlaganfall stattfindet sterben ca.

00:09:59: eine Million Gehirnzellen.

00:10:02: Die sind unwiderbrünglich weg durch den Sauerstoffverlust.

00:10:05: Darum ist es enorm wichtig dass man sofort in eine Klinik kommt.

00:10:11: Ja, ich hatte halt das Glück gehabt dass ich im Supermarkt zusammengebrochen bin.

00:10:15: Mein Sohn rief sofort um Hilfe und die Leute kamen dann direkt an und hatten dann sofort Notarzt organisiert gehabt.

00:10:21: und ich weiß noch der Notarst hockte sich neben mich fragte meine persönlichen Angaben ab sprich Name Alter.

00:10:28: Das konnte ich gerade noch so verwaschen erzählen.

00:10:32: Und dann sagte er zu mir eigentlich sind sie noch viel zu jung für sowas Und ich wusste zu dem Zeitpunkt gar nicht, was das überhaupt war.

00:10:38: Was so etwas sein sollte!

00:10:40: Dann kam ich in die Uniklinik Bonn und dort fand man natürlich durch ein CT relativ schnell heraus, dass sich einen Schlaganfall hatte.

00:10:47: Was ging aber dann wirklich danach?

00:10:49: gar nicht mehr?

00:10:49: Was konntest du alles nicht

00:10:51: mehr?!

00:10:51: Es ist ja doch eine Weile vergangen.

00:10:53: Sag mal heute ... Ich sehe dich meine Zuhörer sehen dich nicht... Du siehst Auch im Gesicht wohl geformt aus, du sprichst mit mir.

00:11:01: Du hast eine sehr klare Sprache.

00:11:03: Ich weiß auch, dass du sehr eloquent und gedankenvoll unterwegs bist aber was ging danach nicht mehr?

00:11:09: Also danach ging überhaupt nichts mehr.

00:11:10: also du kommst in die Klinik und ja du bist halbseitig gelebt.

00:11:15: ich weiß noch meine Frau war im Urlaub.

00:11:17: Die Ärzte mussten eine sogenannte Trompectomie durchführen das heißt man hat durch Katheter Eingriff Das Blutgerinsel in meinem Gehirn entfernt.

00:11:27: Und dabei ist etwas schiefgegangen, die Hirnarterie wurde beschädigt so dass es on top dann noch zu mehreren Hirnblutungen im Anschluss kam.

00:11:34: und danach kannst du dir vorstellen da ging gar nichts mehr.

00:11:37: ich musste künstlich beatmet werden Ich musste künzlich ernährt werden und dieses ganze Spiel ging.

00:11:43: zweieinhalb Monate wo die Ärzte und Pfleger wirklich um mein Leben kämpften ja und zweieinander später wurde aus diesem Koma und Sedierung langsam rausgeholt.

00:11:54: Und da dämmerte mir erst einmal, was mit mir passiert ist.

00:11:57: Ich war halbseitig gelehmt also ich konnte nicht mal aufrecht sitzen weil du einfach nicht nur noch die Hüfte der Muskeln zur Verfügung hast.

00:12:05: Du kannst dann gar nicht mehr dich aufrecht an die Bettkante setzen.

00:12:09: das mussten beispielsweise zwei Physiotherapeuten und noch zwei Pfleger, die bei mir war.

00:12:14: Weil zu dem Zeitpunkt wie gesagt ich hatte hundertdreißig Kilogramm auf die Waage gebracht.

00:12:20: also man musste mich schon enorm abstützen weil ich immer wieder zur linken Seite umgefallen bin.

00:12:24: selbst im Rollstuhl konnte ich mich nicht aufrecht halten.

00:12:27: da musste man einen Tisch vor mich schnallen ein Kissen in den Rücken packten und dass sich überhaupt sitzen konnte.

00:12:33: also es ging gar nichts.

00:12:35: Und die Ärzte sagten zu mir dann auch noch, kurz bevor ich entlassen worden bin.

00:12:39: Weil ich fragte natürlich verzweifelt wann werde ich wieder laufen können?

00:12:42: und da sagten sie zum ihr im Beis an meiner Frau wohlgemerkt Herr Neumann dass Sie überhaupt nur ans Laufendecken ist total utopisch.

00:12:50: gewöhnen sich an den Rollstuhl das ist Ihr Schlüssel zur Mobilität.

00:12:55: Aber ich weiß, dass du läufst.

00:12:57: Genau so kam ich jedenfalls nach Hause und Gott sei Dank hatte ich eine Frau an meiner Seite die wirklich alles in die Wege geleitet hat zuhause das Zimmer umgebaut hatte das alles Rollstuhl konform gestaltet hat, mir Therapeuten besorgt hatte.

00:13:12: und diese Therapeutin.

00:13:13: Die gaben wir dann das erste Mal.

00:13:15: Mut, Hoffnung und Motivation.

00:13:17: ganz ehrlich Das sind auch die vier Säulen für den Erfolg gewesen, die ich dann entsprechend für mich umsetzen konnte Und die jetzt auch deinen Hörer sehr gerne mitgeben möchte.

00:13:27: Machen

00:13:27: wir gleich.

00:13:28: Ich habe eine sehr, sehr schöne Anekdote zu dieser Rollstuhl-Variante.

00:13:33: Mein Mann hat auch einmal kurze Zeit einen Rollstuch gebraucht oder gebrauchen müssen weil er sich die Füße gebrochen hatte und den hatten wir auch Zuhause.

00:13:40: Und wir haben uns in dem Jahr und neunzehntundseinzig gebaut.

00:13:43: Wir haben ein sehr schönes kleines Häuschen und mit dem Rollstuf kommt man sehr gut ins Haus.

00:13:48: das ist überhaupt kein Problem.

00:13:50: Man kommt auch sehr gut in die Stube, aber man kommt nicht ins Bad.

00:13:54: Weil alle Türen haben eine Breite von neunzig.

00:13:57: Aber unsere Badtüren hatten eine breite von achtzig Zentimetern und das ist genau die Breite des Rollstuhls!

00:14:04: Das heißt also der Rollstühl passt gerade so nicht durch.

00:14:08: unser Haus ist zwar relativ modern, aber nicht rollstuhlgerecht.

00:14:13: Und schon dieses kleine Element hat dazu geführt, dass wir gesagt haben also echt wie kann man so was machen?

00:14:20: Man kann doch wenn man mit dreißig Jahren oder mit vierzig Jahren ein Haus baut dann sollte man auch daran denken, dass das Gebäude so gebaut ist.

00:14:27: Dass da auch mal kurze Zeit und auch für längere Zeiten Rollstuhl nutzbar ist.

00:14:31: Und wenn ich mir das so alles überlege, was du alles durch hast.

00:14:35: Ich hab aber nun auch schon zweimal Krebs durch und das dritte Mal ist jetzt gerade so im Schwanger.

00:14:39: Ich muss jetzt wieder Chemotherapie machen, aber die erste habe ich schon hinter mir.

00:14:42: Ist alles nicht so schön!

00:14:43: Dann sage ich mir dann kann ich das auch durchziehen.

00:14:46: also wirklich nicht den Kopf in Sand stecken und bitte keine Tüte Mitleid mitbringen

00:14:50: Genau, das bringt ja am wenigsten.

00:14:52: Also ich wurde ja in meinem Zimmer abgestellt über Rollstuhl und eigentlich hätte ich dieses Zimmer gar nicht mehr verlassen können weil es waren siebenundzwanzig Treppenstufen die wir noch überwinden mussten bis wir überhaupt zur Haustür kamen.

00:15:04: also kannst du dir vorstellen treppen laufen war zu dem Zeitpunkt auch noch nichts.

00:15:07: und dass sind natürlich alles so Dinge und auch die Tür zagen von denen Du eben gesprochen hast.

00:15:13: Wir haben in einer Mietzwohnung Gelebt beziehungsweise wohnt dort immer noch.

00:15:17: Du kannst dir ja vorstellen, wie die natürlich mittlerweile ausgesehen haben?

00:15:20: Also die waren total zerstammt genau.

00:15:23: Das ist

00:15:23: schlimmer als wenn man kleine Kinder hat, die dauern durch die Gegend stürzen mit ihrem Schwert und mit ihrem Schild und alles so um die Ecke rennen und dann stürzten oder Katzen oder Hunde im Haus.

00:15:36: Da verlebt sich das Haus.

00:15:37: aber gerade bei diesen technischen Dingen ... Das ist heftig!

00:15:41: Das weiß ich absolut

00:15:44: Ganz genau, also von daher das war schon eine wirklich sehr herausfordernde Zeit.

00:15:48: Ich meine du kennst das ja mit deiner Krebsvergangenheit und aktuell bist du auch davon betroffen?

00:15:55: Also du weißt ja genau es bringt nichts sage ich mal da sich in Selbstmittelheit zu verlieren sondern man muss wirklich vorwärts gucken.

00:16:02: Vor allen Dingen sag ich mal wenn Du Familie hast also ich habe ja noch Frau und Sohn gehabt Und ich wusste ich konnte mich jetzt nicht einfach hängen lassen und das war ich auf meiner frau schuldig mich wieder herauszukämpfen.

00:16:12: Und darum geht es, glaub ich auch.

00:16:14: Du hast das vorhin schon angedeutet!

00:16:16: Mir ging's so und mir geht es jetzt wieder so... Wenn ich das Gefühl habe, dass jemand da ist, dem kann ich vertrauen.

00:16:22: Der hat genau Hoffnung wie ich.

00:16:25: Dann gehts los!

00:16:26: Dann sage ich mir, wenn der Hoffnung hat, dann kann ich auch Hoffnung haben.

00:16:29: Ich will weiter leben, ich habe Kinder, ich möchte was erleben, ich mache etwas, ich erreiche etwas.

00:16:35: Ich habe Ziele, dann schießt los!

00:16:38: Mach!

00:16:38: Hans Dampfen allen Gassen sozusagen, wenn dann auch der Dampf nicht ganz so kontinuierlich läuft.

00:16:44: Aber ich glaube da stecken deine vier Säulen dahinter.

00:16:46: Verrate mal was du gemacht hast und wie du es gemacht hast dass du heute wieder so toll unterwegs bist!

00:16:52: Und wie gesagt, diese vier Säulen ist eigentlich schon selbsterklären.

00:16:57: fast kann man sagen.

00:16:58: Also wenn ich sie dir sage wirst du sagen Mensch ja das ist doch eigentlich logisch.

00:17:02: aber das erste was du natürlich brauchst ist Wissen sehr gutes Wissen.

00:17:06: und dieses Wissen bekam ich durch die neurologisch geschulten Therapeuten die ich dann hatte Ergo- und Physiotherapeuten, die gaben mir sehr gutes Wissen.

00:17:14: Ich hab dann durch Zufall in einer TV-Doku das Wort Neuroplastizität gehört.

00:17:20: Und da fing ich an selbst zu recherchieren.

00:17:22: Hab dann mir Vorträge von Prof.

00:17:23: Dr.

00:17:24: Manfred Spitzer angehört über das Thema Neurowissenschaften.

00:17:27: So kam ich an die ersten Informationen ran.

00:17:30: Und ich weiß noch ... Die Therapeuten, sie gaben wir Hausaufgaben!

00:17:33: Es war teilweise wirklich an der Schmerzgrenze bei mir diese Hausaufgeben tagtäglich durchzuführen.

00:17:40: Du bist einfach erschöpft.

00:17:41: Ich habe ja nur noch mit einer Hirnhälfte gearbeitet und du kannst dir vorstellen, wie anstrengend das war.

00:17:46: aber trotzdem hab ich dann diese Hausaufgaben die ich bekommen habe.

00:17:50: dieses Wissen habe ich dann.

00:17:51: und da kommen wir zu der zweiten Säule!

00:17:53: Ich habe es umgesetzt denn ich glaube wir sind uns einig wissen ist macht aber wissen macht nichts.

00:17:59: wissen macht gar nichts wenn du nicht bereit bist es umzusetzen.

00:18:01: und dass ist vielleicht eine der wichtigsten Säulen dieser dritte Säule nach einem starken Warum.

00:18:07: Denn dieses Warum, das brauchst du natürlich auch.

00:18:10: und dieses Warum hatte ich weil ich wollte nicht dass meine Frau diese dreißig Einwegwindeln die man ihr in die Hand gedruckt hatte.

00:18:16: Ich wollte nicht, dass sie diese verwenden musste also ich wollte selber wieder selbstständig ins Badezimmer kommen.

00:18:23: Naja und dieses starke Warum ist natürlich auch eine der maßgeblichen vier Säulen.

00:18:28: aber Die letzte Säume ist Ausdauer.

00:18:30: Man sagt uns Schlaganfallpatienten immer Du musst Geduld haben.

00:18:34: Geduld, aber Geduld ist mir ein Begriff der viel zu passiv ist.

00:18:37: Bei Geduld sage ich mal als Geduld verteilt wurde, saß sich huptend im Auto im Stau.

00:18:42: Nee also Geduld war nie beine Sache!

00:18:44: Im Gegenteil, du brauchst Ausdauer.

00:18:46: Denn ein Schlaganfall ist kein Sprint.

00:18:49: Es ist ein Marathon, ein verdammt langer Marathon und da brauchst du wirklich Ausdauern.

00:18:54: Leider überschätzen viele Schlaganfälle betroffene was innerhalb eines Monats möglich ist aber sie unterschätzen was mit ausdauer- und kontinuierlichem Training sage ich mal über einen bis zwei Jahre möglich ist das man erreichen kann.

00:19:08: und ich habe es dadurch halt geschafft nach drei Jahren mich aus dem Rollstuhl zu kämpfen dass sich wieder laufen kann.

00:19:14: Und nach vier Jahren habe ich meinen Rollstuhl selber in die Garage gestellt, wo früher noch mein Auto stand.

00:19:20: Weil Autofahren das ist auch ein Nachteil nach meinem Schlaganfall.

00:19:23: Das funktioniert leider immer noch nicht.

00:19:26: Habe ich auch viel zu großen Respekt vor weil ich möchte keine anderen Menschen gefährden sondern ich möchte wenn ich auf der Straße bin dass kann getestet werden.

00:19:33: Ich bin einmal durch diesen Test durchgefallen.

00:19:36: also seitdem sage ich mir ich muss es nicht übers Knie brechen Sicherheit ist das A und O. Es

00:19:42: gibt ja auch Dinge, die lebensnotwendig sind oder die man für sich als lebens notwendig erachtern.

00:19:47: Da sagt man sich, da gibt es Alternativen und diese Alternatifen kannst du nutzen.

00:19:50: Das muss jeder für sich selbst entschätzen.

00:19:52: das ist auch etwas wo man dann umdenken oder sich verändern darf.

00:19:56: Fakt ist natürlich auch wir werden alle älter und auch mit dem Alter gibt es Situationen und gibt es Veränderungen, die wir nicht zurückdrehen können.

00:20:06: Es gibt dann Dinge, die man eben nicht mehr kann oder nicht mehr sollte.

00:20:10: Ich bin jetzt froh nach einem Jahr nicht mehr jeden Tag arbeiten gehen zu müssen.

00:20:15: Da bin ich glücklich darüber und konnte mich am Anfang gar nicht vorstellen.

00:20:18: Aber jetzt sage ich mir es ist gut so aber ich möchte noch gebraucht werden.

00:20:23: das heißt ich suche mir

00:20:24: eine Arbeit

00:20:25: und genau das hast du auch getan.

00:20:26: Du hast nämlich deine Arbeit die du vorher gemacht hast wo du die Menschen so wütend gemacht hast.

00:20:30: dir hast du verloren Und jetzt tust du eine Arbeit die die menschenglücklich macht und das finde ich so genial.

00:20:36: Erzähl mal ein bisschen darüber bitte.

00:20:38: Ja, sehr gerne!

00:20:39: Also das ist quasi auch... wenn man so mag, aus Wut entstanden.

00:20:43: Wut über die mangelnden Informationen, die ich damals seitens der Erste mitbekommen habe, die ja tatsächlich gesagt haben, Ich würde für immer ein Fall für den Rollstuhl bleiben.

00:20:51: Ich fing dann an mich zu informieren und als es dann tatsächlich geklappt hatte, dass sich sehr ... Moment das mit dem Laufen, das kommt wieder, fing ich anders zu dokumentieren.

00:20:59: Ich hatte Videos gemacht, hatte sie in Facebook-Gruppen gepostet Und das wurde mehr oder weniger zu einer Art Selbstläufer gerade in den Schlaganfallgruppen.

00:21:07: Es war dann so, daß ich sogar im YouTube-Kanal gekommen bin.

00:21:11: und dann meine Rehabilitation, wenn man so Markt veröffentlicht habe quasi als Lebensdokumentation.

00:21:16: Ich hab Anklang gefunden und das führte dazu dass ich durch die Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe zweimal zum Motivationspreis nominiert worden bin Und das war natürlich eine unglaubliche Ehre.

00:21:28: Seitdem bin ich mit der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe relativ eng verbunden, meine Geschichte gegen durch TV, Radio, Printmedien und letztendlich hat das alles letzter Konsequenz dazu geführt dass ich dann halt zertifizierter Schlagan Fallhelfer geworden bin durch die stiftung deutsche Schlagan fallhilfe und seit Leitlinie mitarbeiten darf.

00:21:55: Und diese S-III-Leitlinien, das sind Leitlnien an die sich Ärzte und Therapeuten bei der Behandlung von Schlaganfällen mitrichten sollen.

00:22:03: Diese Leit Linie heißt Temos ist die Abkürzung für Therapie und Mobilisation nach Schlaganfall.

00:22:09: Da darf ich jetzt neben vielen Fachärzten aus Deutschland, Schweiz, Österreich mitmachen.

00:22:15: Das ist natürlich eine große Ehre für mich.

00:22:18: Ich bin dann auch Beiratsmitglied in der Charité geworden, wo ich halt der Schlaganfallallianz für Forschung und Entwicklung mit dabei sein kann.

00:22:28: Und das ist natürlich etwas, was ich mir früher nie gedacht habe.

00:22:32: Und ich glaube, Ria du kennst ja auch diesen Satz Wenn irgendwo eine Tür zugeht öffnen sich andere?

00:22:38: Ach

00:22:39: ja!

00:22:39: In Corona-Zeiten war ich so wahnsinnig allein darüber nachgedacht, was da noch kommen könnte als mein Mann nicht mehr da war, hatte irgendwann von Schülern mal diese Idee bekommen.

00:22:51: Sie sollten mit ihren Geschichten, die sie erzählenden Podcast machen.

00:22:54: oder hab ich dann gefragt was ist denn ein Podcast?

00:22:56: Das war im Jahr zwei tausend neunzehn und das blieb aber hängen!

00:22:59: Ich habe da immer wieder darüber nachgedacht gesagt Technik kannst du nicht, Interview kannst du dich nicht warum auch immer Aber podcast ja.

00:23:07: Und dann kam jemand auf mich zu und dem habe ich das erzählt und er hat gesagt ich kann ich kann das machen und ich kann es dir auch zeigen.

00:23:13: und da dachte okay Ich hab dann auch nur kennengelernt, weil ich irgendwo mit Leuten mich unterhalten wollte.

00:23:20: Das heißt, ich bin auch so leicht extrovertiert ... Ich will mit jemandem mich unterhalten, ich will etwas lernen und was Neues.

00:23:27: Ich will über einen Tellerrand gucken oder irgendetwas tun, was Interessant ist.

00:23:32: Das ist doch absolut genial!

00:23:34: Da bist du doch genau so bei diesen vier Säulen.

00:23:36: Du hattest ein unglaublich starkes Barum.

00:23:39: Du hast dir das Wissen gesucht und hast es umgesetzt.

00:23:42: Ja, schau was daraus geworden ist.

00:23:44: Es ist ja sowas von genial!

00:23:45: Also Ria Respekt und Schafon kann ich so sagen...

00:23:48: Und ich habe gerade heute früh ein sehr interessantes Kurzvideo auf Instagram gesehen, das es in Dao ist, nicht pressen und drücken auf das, was du zugehen willst sondern warten und dann ...es kommt dir entgegen weil du dich damit beschäftigst.

00:24:03: wenn ich mir überlege was soll ich mit dir zum Beispiel mich unterhalten wie soll der rote Fahrten aussehen?

00:24:09: Dann gehe ich in den Wald Und dann ist das plötzlich da die Idee.

00:24:12: Das finde ich total cool.

00:24:14: und genau so ist es, man darf nicht pressen!

00:24:16: Man muss nicht sagen Ich will jetzt, ich will jetzt... und das muss jetzt kommen und du musst jetzt irgendwas machen sondern auch das fließen lassen.

00:24:23: Du brauchst einen Stagenwillen aber du weißt auch.. Ich kann loslassen damit es auf mich zukommt.

00:24:28: Es ist wie eine Welle.

00:24:30: Du stehst im Wasser, du weisst, du möchtest schwimmen und die Welle holt dich ab und trägt dich nach draußen.

00:24:36: So in der Art stelle ich mir das vor, das ist so ein sehr schönes Bild immer für mich.

00:24:40: Und genauso war es mit dir.

00:24:42: Ich hab dich kennengelernt auf einer Veranstaltung von Hermann Scherrer Denn wenn ich mir so anhöre wie du sprichst dann bist du ein Speaker Dann bist du jemand der Motivation geben kann Der auf der Bühne steht und er sagt Leute kommt Wir gehen gemeinsam ein Stück Weg und ich sage euch wie es gemacht hat.

00:24:59: Nicht, ich sag euch wie's geht!

00:25:01: Das ist ja was völlig anderes.

00:25:02: Ich glaube du weißt ja auch die Veränderung kann immer nur von innen kommen.

00:25:06: man kann Anregungen geben aber man darf keine Ratschläge geben weil jeder Grat schlag ist auch ein Schlag.

00:25:13: also ich sehe mich ehrlich gesagt als ein Supermarkt.

00:25:17: die Leute, wenn es für sie passt nehmen Sie sich quasi raus und das was ich Ihnen sage.

00:25:22: Wenn es dann passt, dann nehmen Sie's vielleicht auch an aber mehr kann ich nicht machen.

00:25:26: also ich gehe natürlich auch als Speaker in Reakliniken und habe dort auch vor neurologischen Patienten gesprochen.

00:25:32: Es ist quasi unglaublich, was da an Reaktionen wiederkommt.

00:25:37: Von Tränen einfach nur Gerührtheit weil sie halt sehen, da ist jemand der hat es geschafft und ich glaube das kann eine wunderbare Inspiration sein und das versuche ich eigentlich nur darzustellen.

00:25:48: Also ich habe das auch gemacht.

00:25:50: damals zu Coronazeiten war ich in Areea und ich hab dann gesagt Ich würde gerne mal über meine Erfahrungen sprechen beim ersten Mal beim zweiten Mal und jetzt doch wieder geht's mir während und nach der Chemo so gut, dass ich ganz normal mein Leben gestalten kann.

00:26:03: Ich gehe mit dem Hund raus, ich esse ganz

00:26:05: normal.".

00:26:06: Klar es gibt dann ein zwei Tage mal so'n bisschen den Hänger.

00:26:08: oder hast du ein bisschen Kreislauf?

00:26:10: Oder hast du n bisschen Rücken oder was weiß ich auch

00:26:12: immer?".

00:26:12: Und da hab ich das versucht und habe, sag mal so', ein bisschen von mir erzählt wie ich's gemacht habe und was ich gemacht habe.

00:26:20: Und dann waren ja ... war ne Reha, das waren alles Brustkrebs-Patienten die da saßen und die eine ist rausgegangen.

00:26:28: Er hat gesagt, das kann ich mir nicht anhören.

00:26:29: Und einer hat zu mir gesagt du kannst nicht von dir auf andere schließen.

00:26:33: da habe ich dann für mich gedacht okay Dann warst du etwas zu stark unterwegs.

00:26:38: Man hatte so verstanden ihr sollt es auch machen was ich gar nicht wollte.

00:26:41: Auf der anderen Seite ist natürlich auch so wenn man diese Kraft zeigt die man selbst besitzt oder mit der man die Situation Versucht zu händeln wird man gleichzeitig zum Spiegelbild Der eigenen oder Anderen sprechen.

00:26:55: Das ist richtig, das ist mir natürlich auch bewusst.

00:26:57: Diese Gefahr besteht natürlich auch weil gerade beim Schlaganfall bei einer Krebserkrankung ist es ähnlich.

00:27:04: wir Menschen sind halt individuell und jeder empfindet Schmerz anders und jeder hat seine eigene Betrachtungsweise dieser Situation.

00:27:11: oder es gibt viele Ärzte die immer noch diese alte neurologischen Weisheiten von sich geben frei nach dem Motto was nach einem Jahr nicht kommt dass kommt auch nicht wieder und das ist halt bullshit.

00:27:25: Das bedeutet, bis zu unserem Tod kann sich unser Gehirn entsprechend verändern.

00:27:29: Und das ist halt eine Erkenntnis die erst seit Mitte der neunziger Jahre existiert und die verbreitet sich leider sehr langsam.

00:27:37: aber sie verbreitet sich.

00:27:38: und da muss man dann sagen ja wie funktioniert Neuroplastizität?

00:27:42: indem man seine eigenen Erfolge feiert genauso wie du dann feiern kannst dass die Chemotherapie bei dir quasi nur so einem Grippe ähnlichen Effekt.

00:27:53: Aber das darfst du auch anderen sagen, weil das gibt Mut.

00:27:56: Das gibt Hoffnung und das motiviert vielleicht auch mal über seine eigenen Grenze, über seine Schmerzgrenze zu

00:28:02: gehen.".

00:28:03: Und was bei beiden Erkrankungen der Fall ist?

00:28:05: Ich glaube die Angst davor dieser Situation zu verfallen!

00:28:10: Die ist so groß... Ich kann mich an den Kaptun erinnern, dass da zwei ... Also es war zu Corona-Zeiten.

00:28:16: sich zwei Menschen vor dem Himmelstur von Petrus treffen und schon mit Flügeln.

00:28:21: Und der eine sagt auch Corona!

00:28:23: Und das sagt Andréne, Angst davor?

00:28:26: Diese Angst vor diesen Erkrankungen ist so groß, dass die Angst zum Teil schon lebt.

00:28:31: Natürlich kann man Angst haben aber Mut etwas zu tun ist nicht die Abwesenheit von Angst sondern ist Das Verarbeiten der Angst und durch die Angst hindurchzugehen, hab ich irgendwann mal gesagt.

00:28:42: Die Angst ist wie so ein Feuer ... Und der Mut ist, die Fähigkeit dem Feuer stand zu halten, durch das Feuer hindurchzugehen oder hinter dieser Feuertür.

00:28:51: Ist eine neue Situation und du kannst wieder freier atmen.

00:28:55: Du kannst wieder Dinge tun!

00:28:57: Du kannst andere Dinge tun.

00:28:59: Manche Dinge kannst vielleicht nicht mehr tun aber du kannst weiterleben.

00:29:02: Und sein war ehrlich unser Leben endet immer mit dem Tod Wann der kommt?

00:29:06: Da haben wir auch ein bisschen mit zu entscheiden.

00:29:10: Ja, Entschuldigung!

00:29:11: Ich wollte jetzt Sie unterbrechen aber letztendlich ich meine ich komme ja aus dem neurologischen Bereich und es ist ja so Angst entsteht im Kopf Mut aber auch man darf niemals vergessen Angst Sie schützt nicht vor dem Tod, so wie Furcht.

00:29:25: Das ist eine natürliche Reaktion, wo du dann wirklich in Kampfmodus kommst um, weil es um dein Leben geht.

00:29:31: Angst ist nichts anderes als eine Sorge und Angst, sag ich mal, schütz nicht vor den Tod.

00:29:36: Sie verhindert das Leben wenn du dich der Angst hingibst.

00:29:40: Und das wäre wirklich fatal!

00:29:42: Ich denke mal da sind wir beide Beispiele dafür dass man keine Angst haben sollte sondern eher sich informieren und die Sachen angehen und weiter leben.

00:29:51: Genau.

00:29:52: Snoopy hat das, glaub ich gesagt.

00:29:53: Irgendwann sterben wir alle ... Aber heute nicht?

00:29:56: Mhm.

00:29:58: Ja ja genau!

00:29:59: Wir sterben

00:29:59: nur einmal.

00:29:59: Nee, wir heute.

00:30:01: Genau.

00:30:02: Wir sterben nur einmal, aber wir leben dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr.

00:30:06: Und ihr sollt jeden Tag nutzen!

00:30:08: Lieber Heiko ich finde es wunderbar und meine Zuhörer kriegen das wahrscheinlich auch mit dass wir so ein bisschen miteinander plänkeln und bisschen uns die Bälle zuwerfen weil wir beide so ein bißchen ironisch unterwegs sind.

00:30:19: aber ich glaube das ist auf eine sehr schöne Waffe gerade gegen diese Angst und gegen das was da immer wieder aufflackert auch an Mitleid was man so immer mal bekommt.

00:30:31: Beim zweiten Mal sagte irgendjemand, und wie lange hast du noch?

00:30:34: Ich dachte

00:30:35: mal, hast du was am

00:30:35: Kopf?!

00:30:40: Da muss man sagen.

00:30:41: Du, ich überlebt dich noch!

00:30:42: Ich pflanze die Blumen auf deinen Graben!

00:30:44: Ja ja gut okay, so weit bin ich nicht.

00:30:46: Geh nach!

00:30:49: Nein aber du weißt, was

00:30:51: ich meine... Aber ich danke dir wirklich ganz, ganz herzlich für dieses fantastische Gespräch.

00:30:56: Es war so toll!

00:30:58: Ich hab schon gestern zusammen gelacht und das war heute wieder so ... Obwohl nicht deshalb ... Ich habe ja jetzt einen sehr strukturierten Plan gehabt für unser Gespräch aber wir sind wieder wunderbar da mit Humor durchgegangen Und es möchte dir ganz, herzlichen Danken, dass du da warst Wünsche dir weiterhin wahnsinnig viel Erfolg und vor allen Dingen, dass Du viele Menschen glücklich machst.

00:31:19: Denn das was du jetzt tust ist Hoffnung Zuversicht und Freude zu geben.

00:31:24: Und das ist ja das, was man braucht um durch die Angst hin durchzugehen nach Schicksalsschlägen, sein Leben weiter souverän zu leben.

00:31:34: Bevor ich Ende, möchtest du noch was sagen?

00:31:36: Ich wollte dir einfach nur danken und es hat mir wirklich riesig Spaß gemacht!

00:31:40: Und ich kann dir nur von Herzen zurückgeben, du bist eine unglaublich motivierende Frau und was du geschafft hast... ...und ich wünsche dir vor allen Dingen für deinen weiteren Weg, deinen weiteren Verlauf wirklich alles erdenklich Gute.

00:31:52: Ja und da fällt mir noch ein Motivieren und Kämpfen können wir auch nur Weil wir hinter uns Menschen wissen, die uns unwahrscheinlich helfen.

00:32:02: Die uns den Rücken stärken und manchmal auch das Kissen reinpacken.

00:32:05: So wie deine Frau zum Beispiel?

00:32:07: Ganz genau ohne meine Frau hätte ich das alles tatsächlich nicht geschafft.

00:32:10: Und ich kann ihr gar nicht genug danken dass Sie an meiner Seite stand.

00:32:15: es gibt natürlich auch viele Fälle wo die Partner die Schlaganfall Betroffenen verlassen.

00:32:19: Das gibt es leider sehr oft und meine Frau Stand zu mir hat zu mir gehalten und dafür bin ich hier natürlich auch unendlich dankbar.

00:32:26: Ich möchte enden mit wieder mal zwei Sprüchen, die ich total cool finde und die sehr schön passen.

00:32:32: Einmal, manchmal müssen erst unangenehme Dinge passieren um uns daran zu erinnern wie stark wir sind.

00:32:38: Und fünf Minuten Hilfe sind besser als zehn Minuten Mitleid.

00:32:43: Das kommt aus Reden.

00:32:44: Mitleit kriegst du umsonst Alles andere kriegste Him.

00:32:48: Hier ist Reno Die Mutmacherin.

Über diesen Podcast

75% aller Eltern sind der Meinung, sie haben zu wenig Zeit für ihre Kinder und sorgen sich täglich, dass sie die kleinen und großen Veränderungen und Erfolge ihrer Kinder verpassen.

In diesem Podcast erhalten Sie als Eltern konkrete Tipps und Hilfestellungen von hochkarätigen Gästen und aus meiner 40-jährigen Erfahrung als Mutmacherin, Lehrerin und Mutter, wie Sie Versagensängste in Ihrer Erziehung überwinden und den Spagat zwischen Familie, Schule und Beruf so einfach wie nie zuvor meistern.

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Weitere Informationen und auch kostenlose Beratungsmöglichkeiten finden Sie unter https://www.rino-story.de

Herzlichst
Ihr Ria Nolte - Dr. RiNo Mutmacherin

von und mit Dr. Ria Nolte

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